Thomas Schirrmacher
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CDU veröffentlicht Fragenkatalog zu den Themen Religionsfreiheit und Verfolgung von Christen

4. Dezember 2016 von · Schreiben Sie einen Kommentar 

cdu-website(Bonn, 06.06.2016) Der Arbeitskreis Verfolgte Christen der Christlich-Demokratischen Union Deutschlands hat einen Fragenkatalog zum Thema Religionsfreiheit und Verfolgte Christen erarbeitet und auf der Webseite der CDU veröffentlicht.

Der Fragenkatalog soll in Kürze auch als gedruckte Broschüre und als PDF erscheinen.

Volkmar Klein und Thomas Schirrmacher besuchen den neuen Sonderberichterstatter für religiöse Minderheiten im Nahen Osten und Südostasien im State Department in Washington

1. Dezember 2016 von · Schreiben Sie einen Kommentar 

Schirrmacher, Klein und Knox Thames im State Department

Schirrmacher, Klein und Knox Thames im State Department

(Bonn, 18.05.2016) Anlässlich ihrer Teilnahme am National Prayer Breakfast 2016 in Washington haben zwei Mitglieder des Beirates des Zentralrates Orientalischer Christen in Deutschland (ZOCD), der Bundestagsabgeordnete Volkmar Klein und der Direktor des Internationalen Instituts für Religionsfreiheit (IIRF), Thomas Schirrmacher, den neuen „Special Advisor for Religious Minorities in the Near East and South / Central Asia“ im US-Außenministerium in Washington, Knox Thames, besucht und sich von ihm über seine letzte Reise in den Nahen Osten informieren lassen. Außerdem stellten Klein und Schirrmacher den ZOCD vor, da es Bestrebungen gibt, etwas Ähnliches für den gesamten Nahen und Mittleren Osten aufzubauen.

Das Gespräch war im Dezember in Rom bei einem Treffen zwischen drei Vertretern des IIRF und dem Ambassador-at-Large for International Religious Freedom, David N. Saperstein, vorbereitet worden.

Besuch bei Frank Wolf (2014)

Besuch bei Frank Wolf (2014)

Daneben traf sich Schirrmacher in Washington mit zahlreichen Forschern und Experten rund um das Thema Religionsfreiheit, so mit Nina Shea, Direktorin des Center for Religious Freedom des Hudson Instituts, Olivia Enos und Sarah Torre, die im Think Tank der Republikaner „The Heritage Foundation“ für Religionsfreiheit in den USA und im Nahen Osten zuständig sind, mit Timothy Shah und Thomas Farr, den Direktoren des Religious Freedom Project des Berkeley Center for Religion, Peace, and World Affairs der Georgetown University, außerdem mit dem republikanischen Politiker John McCain und der ukrainischen Politikerin Julija Tymoschenko.

Im Jahr 2014 hatten Volkmar Klein und Thomas Schirrmacher den republikanischen Abgeordneten des Repräsentantenhauses Frank Wolf besucht, der der am längsten amtierende Abgeordnete des Repräsentantenhauses (1980-2015) war. Er hat als Republikaner zusammen mit Kollegen von der demokratischen Partei alle wesentlichen Gesetze der USA zur Religionsfreiheit auf den Weg gebracht hat.

mit John McCain

mit John McCain

In einer Stellungnahme kritisierte Schirrmacher anschließend Präsident Barak Obama. In keiner Stadt der Erde gäbe es so viele Experten rund um das Thema Religionsfreiheit, wie in Washington, und mehrere Gesetze statteten Washington mit hochrangingen Institutionen rund um das Thema aus, wie die dem Parlament zugeordnete US Commission for International Religious Freedom (USCIRF), den Botschafter für Religionsfreiheit und eine eigene Abteilung im Außenministerium, die jährlich einen Bericht zur Lage der Religionsfreiheit in allen Ländern der Erde erstelle. Aber Obama sorge durch sein Desinteresse am Thema und an diesen Institutionen dafür, das deren Wirken ins Leere laufe. Auch das neue Amt von Knox Thames sei durch ein Gesetz der beiden Kammern des US-Parlamentes gegen den Willen Obamas geschaffen worden. Obama verhindere auch bewusst, dass die USA ebenso wie das EU-Parlament den Genozid an Christen, Jesiden und anderen im Nahen Osten beim Namen nennen. Obama sei zwar der Meinung, dass an den Jesiden ein Genozid geschehe, nicht aber an den Christen.

mit Julija Tymoschenko

mit Julija Tymoschenko

Da auch die neue Regierung in Kanada als Erstes das Amt des Botschafters für Religionsfreiheit abgeschafft habe, falle Nordamerika inzwischen weit hinter seine Möglichkeiten zurück.

 

Links und Downloads:

 

Päpstliche Universität: Schirrmacher ruft alle Kirchen zur Einigkeit in Gebet, Forschung und Einsatz angesichts der explosionsartig zunehmenden Diskriminierung und Verfolgung von Christen

25. November 2016 von · Schreiben Sie einen Kommentar 

Das Internationale Institut für Religionsfreiheit wird vom US-Botschafter für Internationale Religionsfreiheit gewürdigt

Gastvorlesung von Thomas Schirrmacher in der Aula der Päpstlichen Universität Urbanina, sitzend Dr. Paul Bhatti, Pakistan

Gastvorlesung von Thomas Schirrmacher in der Aula der Päpstlichen Universität Urbanina, sitzend Dr. Paul Bhatti, Pakistan

(Bonn, 17.05.2016) Im Rahmen einer internationalen Konsultation aus Anlass des 50. Jahrestages von Dignitatis Humanae, der Erklärung zur Religionsfreiheit des Zweiten Vatikanischen Konzils, hielt der Direktor des Internationalen Instituts für Religionsfreiheit (IIRF) der Weltweiten Evangelischen Allianz (WEA) eine Gastvorlesung an der Päpstlichen Universität Urbanina. Die Konsultation wurde vom „Center for Civil and Human Rights“ an der Universität von Notre Dame, dem „Religious Freedom Project“ des „Berkley Center for Religion, Peace, and World Affairs“ der Georgetown University in Washington und der Kommunität Sant’Egidio in Rom ausgerichtet. Schirrmacher wurde von zwei Kollegen des IIRF begleitet, dem Ko-Direktor des IIRF, Prof. Dr. Christof Sauer, Kapstadt, und Prof. Dr. Thomas K. Johnson, dem Religionsfreiheits-Botschafter beim Vatikan der WEA.

(von links nach rechts) Thomas Schirrmacher, Thomas K. Johnson, Botschafter der WEA beim Vatikan, der Kardinal von Nigeria, Ken Hackett, Botschafter der USA beim Heiligen Stuhl – in dessen Residenz

(von links nach rechts) Thomas Schirrmacher, Thomas K. Johnson, Botschafter der WEA beim Vatikan, der Kardinal von Nigeria, Ken Hackett, Botschafter der USA beim Heiligen Stuhl – in dessen Residenz

Schirrmacher, der auch Moderator für zwischenkirchliche und interreligiöse Beziehungen der WEA ist, rief angesichts der explosionsartig zunehmenden Diskriminierung und Verfolgung von Christen alle Kirchen zur Einigkeit in Gebet, Forschung und Einsatz für Betroffene auf. Er verwies dazu auf die erfolgreiche internationale Konsultation aller Konfessionen in Tirana im November 2015, die bewies, dass eine solche Einigkeit und Kooperation möglich und sinnvoll sei.

An der Konferenz nahmen zahlreiche Patriarchen und Bischöfe orientalischer Kirchen teil, außerdem führende Erforscher der Religionsfreiheit und ihrer Verletzung, insbesondere aus den USA, darunter das Forscherteam des „Religious Freedom Project“, außerdem die Leiter vieler NGO’s aus dem Bereich von Forschung und Verteidigung der Religionsfreiheit.

Während eines Empfangs in der US-Botschaft beim Heiligen Stuhl sprachen Johnson und Schirrmacher mit dem amerikanischen Botschafter Ken F. Hackett, mehreren anderen Botschaftern beim Heiligen Stuhl und dem US-Botschafter für Internationale Religionsfreiheit, David N. Saperstein. Bei dieser Gelegenheit dankte Saperstein dem IIRF dafür, das Thema Religionsfreiheit in der akademischen Welt hochzuhalten, insbesondere auch durch das International Journal for Religious Freedom. Er lud Wissenschaftler des IIRF in sein Büro im Außenministerium der USA ein.

Ökumenischer Gottesdienst, Schirrmacher am Pult, links dahinter Dr. Paul Bhatti, Pakistan

Ökumenischer Gottesdienst, Schirrmacher am Pult, links dahinter Dr. Paul Bhatti, Pakistan

Botschafter Ken F. Hackett wurde am 14.06.2013 von Präsident Barack Obama nominiert und am 01.08.2013 vom US-Senat bestätigt. Vorher war er von 1993 bis 2012 Präsident des „Catholic Relief Services“.

Botschafter David N. Saperstein ist der „Ambassador-at-Large for International Religious Freedom“. Er wurde am 12.12.2014 vom Senat bestätigt und leistete am 06.01.2015 seinen Amtseid. Gemäß Gesetz ist der Botschafter der Hauptberater des Präsidenten und des Außenministers der USA und dient als Hauptdiplomat in Sachen Religionsfreiheit weltweit. Er leitet außerdem das „Office of International Religious Freedom in the Bureau of Democracy, Human Rights, and Labor“im Außenministerium. Saperstein ist jüdischer Rabbi und Anwalt. Er war 40 Jahre Direktor des “Religious Action Center of Reform Judaism (RAC)”, dem größten jüdischen Programm für soziale Gerechtigkeit in den USA.

„Unter Cäsars Schwert“ („Under Caesar’s Sword“) ist ein dreijähriges globales Forschungsprogramm mehrerer Universitäten, wie christliche Kirchen reagieren, wenn sie verfolgt warden. Der „Templeton Religion Trust“ hat dafür 1,1 Millionen US-Dollar zur Verfügung gestellt, die vom „Center for Civil and Human Rights and the Religious Freedom Project“ am Berkley Center for Religion, Peace, and World Affairs der Georgetown University in Washington verwaltet warden.

(von links nach rechts) Prof. Bielefeldt, Prof. Sauer, Patriarch Ignatius Joseph III. Younan (Patriarch der Syrisch-katholischen Kirche von Antiochien in Beirut), Prof. Schirrmacher

(von links nach rechts) Prof. Bielefeldt, Prof. Sauer, Patriarch Ignatius Joseph III. Younan (Patriarch der Syrisch-katholischen Kirche von Antiochien in Beirut), Prof. Schirrmacher

Gastvorlesung von Thomas Schirrmacher in der Aula der Päpstlichen Universität Urbanina

Gastvorlesung von Thomas Schirrmacher in der Aula der Päpstlichen Universität Urbanina

Weltweite Evangelische Allianz informiert sich über Gespräch zwischen Papst und Russischem Patriarchen

23. November 2016 von · Schreiben Sie einen Kommentar 

v.l.: Schirrmacher, Bulekov, Howell; Foto: KimCain/Global Christian Forum (zur freien Nutzung)

v.l.: Schirrmacher, Bulekov, Howell; Foto: KimCain/Global Christian Forum (zur freien Nutzung)

(Bonn, 21.03.2016) Der Direktor des Internationalen Instituts für Religionsfreiheit und Moderator für ökumenische Beziehungen der Weltweiten Evangelischen Allianz hat sich zusammen mit dem Generalsekretär der Asiatischen Evangelischen Allianz, Richard Howell (Neu Delhi), in der Abteilung für Außenangelegenheiten der Russisch-Orthodoxen Kirche persönlich über die Ergebnisse des Gespräches zwischen dem Papst und dem Patriarchen der Russisch-Orthodoxen Kirche informieren lassen, die in einer gemeinsamen Erklärung – auch zum Thema Christenverfolgung – gipfelte. Archimandrit Philaret Bulekov, Vizepräsident des Russian Orthodox Church Department of External Church Relations, begrüßte es, dass die großen Kirchen und christlichen Zusammenschlüsse in Sachen Christenverfolgung zusammenrückten.

Das Internationale Komitee des Global Christian Forum in Moskau 2016; Foto: KimCain/Global Christian Forum (zur freien Nutzung)

Das Internationale Komitee des Global Christian Forum in Moskau 2016; Foto: KimCain/Global Christian Forum (zur freien Nutzung)

Howell und Schirrmacher hielten sich anlässlich der Leitungssitzung des Global Christian Forum in Moskau auf. Beide vertreten dort die Weltweite Evangelische Allianz. Das Global Christian Forum ist seit 20 Jahren eine Gesprächsforum des Vatikan, des Ökumenischen Rates der Kirchen, der Weltweiten Evangelischen Allianz und der Weltpfingstgemeinschaft (Pentecostal World Fellowship).

Schirrmacher besuchte außerdem die Russische Evangelische Allianz und führte Gespräche mit deren Generalsekretär, Sergey Vdovin, und mit den Präsidenten der beiden größten Mitgliedskirchen, den „All-Unions-Evangeliumschristen/Baptisten“ und den „Pfingstkirchen evangelikalen Glaubens“.

Schirrmacher mit dem Generalsekretär der Russischen Evangelischen Allianz, Sergey Vdovin

Schirrmacher mit dem Generalsekretär der Russischen Evangelischen Allianz, Sergey Vdovin

Im Rahmen des Global Christian Forums begegneten dann im Patriarchat die Leiter der Baptisten, Pfingstler und Lutheraner Vertretern der Russisch-Orthodoxen Kirche. Im Rahmen dieses Treffens dankten Schirrmacher und Howell den russischen Kirchen, dass sie in 70 Jahren kommunistischer Herrschaft und brutalster Christenverfolgung den Glauben an Jesus Christus hoch gehalten hatten, und gedachten der Märtyrer. Er forderte die Kirchen aber auch auf, sich aus der Geschichte lernend für Religionsfreiheit in Russland und für die verfolgten Kirchen weltweit einzusetzen.

Schirrmacher traf sich zudem mit dem Vorstand und dem Jugendvorstand der Russischen Sektion der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM/ISHR), deren internationaler Präsident Schirrmacher ist. Die Russische Sektion der IGFM ist eine der größten Menschenrechtsorganisationen in Russland. Wie der Vorsitzende Vladimir Novitski erklärte, habe die Organisation großen Zulauf von jungen Leuten. In den Gesprächen ging es unter anderem um die Vorbereitung der nächsten Internationalen Ratstagung der IGFM in Bonn im April, bei der Schirrmacher zur Wiederwahl antritt.

 

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Der neue Ben Hur: „Hollywood übertrifft sich selbst! Und sendet zugleich die beste Botschaft aller Zeiten tief in das Herz einer neuen Generation.“

20. November 2016 von · Schreiben Sie einen Kommentar 

(Bonn, 25.02.2016) Thomas Schirrmacher nahm zusammen mit den Produzenten Mark Burnett und Roma Downey an einem Preview im kleinen Kreis des im August in die Kinos kommenden Film „Ben Hur“ von MGM & Paramount teil. Hier seine erste Stellungnahme:

Thomas Schirrmacher mit den Produzenten Mark Burnett und Roma Downey

Thomas Schirrmacher mit den Produzenten Mark Burnett und Roma Downey

„Die berühmte Streitwagen-Szene von 1959 – mit 11 Oskars! – übertreffen zu wollen, mag vermessen erscheinen. Nachdem ich die neue Version gesehen habe, kann ich allerdings nur sagen: Hier übertrifft Hollywood sich selbst! Diese Szene in der Version von 1959 sowie in früheren und späteren Versionen von Ben Hur überschattete die eigentliche Geschichte von Ben Hur, wie sie der Verfasser Lew Wallace erzählt hatte. All diese Filme hätten eigentlich mit der Streitwagen-Szene enden können. In dem neuen Ben Hur ist die emotionale und persönliche Verwandlung von Ben Hur so aussagekräftig, dass man gespannt darauf wartet, wie es nach dem Streitwagenrennen weitergeht. Es ist eine zeitgemäße Botschaft der Versöhnung und des Friedens in einer von Krieg zerrissenen Welt! Mit dieser äußerlich und innerlich dramatischen Entwicklung übertrifft sich Hollywood selbst und sendet die beste Botschaft aller Zeiten tief in das Herz einer neuen Generation. Großartig! Ich hoffe, dass Glaubensgemeinschaften weltweit die Gelegenheiten nutzen werden, die dieser Film bietet.“

 

Links: 

Zum Film: 

Über Mark Burnett und Roma Downey: 

Thomas Schirrmacher