Thomas Schirrmacher
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Autobiography of famous Lutheran Apologists Montgomery published

Diese Meldung stammt ursprünglich aus dem Jahr 2015 und ist bisher nicht in meinem Blog erschienen.

(Bonn, 10.10.2015) Culture and Science Publishing in Germany published the autobiography of John Warwick Montgomery, probably the most influential Lutheran apologist, theologian and lawyer to date.

This is what Thomas Schirrmacher, Chair of the Theological Commission of the World Evangelical Alliance, said at the launch of the book:

„Professor Montgomery’s autobiography offers an opportunity for the reader to meet one of the most fascinating figures in the contemporary church—to understand how he attained his influence in so many diverse areas of modern life—and to comprehend the Christ-centered philosophy of life that has motivated all of his activities. This autobiography manifests the author’s willingness to speak frankly about those with whom he has agreed and disagreed and is lightened with his well-known sense of humour. Readers have a remarkable—and unique—treat in store for them.“

Montgomery_Biography_CoverJohn Warwick Montgomery is considered to be one of the foremost living apologists for classical, biblical Christianity. A renaissance scholar with a flair for controversy, he lives in France, England and the United States. His international activities have brought him into personal contact with some of the most exciting events of our time: not only was he in China In June 1989, but he was In Fiji during its 1987 bloodless revolution, was involved in assisting East Germans to escape during the time of the Berlin Wall, and was in Paris during the revolutionary “days of May” 1968. He has had personal contact with world leaders such as President Anwar Sadat of Egypt and English Prime Minister Tony Blair.  He has been centrally involved in evangelical and Lutheran church affairs such as the Wenham conference on the authority of Scripture and the inerrancy controversies in the Lutheran Church-Missouri Synod. His public debates with atheist Madalyn Murray O’Hair, Bishop James Pike, death-of-God advocate Thomas Altizer, and situation-ethicist Joseph Fletcher are historic.

His wife is the internationally-celebrated orchestral harpist Lanalee de Kant.

MontgomeryDr. Montgomery is the author or editor of more than fifty books in five languages. He holds ten earned degrees, Including a Master of Philosophy in Law from the University of Essex, England, a Ph.D. from the University of Chicago, a Doctorate of the University in Protestant Theology from the University of Strasbourg, France, and the higher doctorate in law (LL.D.) from the University of Cardiff, Wales. He is an ordained Lutheran clergyman, an English barrister, an avocat au Barreau de Paris, France, and is admitted to practise as a lawyer before the Supreme Court of the United States. He obtained acquittals for the “Athens 3” missionaries on charges of proselytism at the Greek Court of Appeals in 1986 and won the leading religious liberty cases of Larissis v. Greece and Bessarabian Orthodox Church v. Moldova before the European Court of Human Rights.

 

Bibliographical information:

  • [Series:] Christliche Philosophie heute – Christian Philosophy Today – Quomodo Philosophia Christianorum Hodie Estimatur – ISSN 1612-1171 – vol. 17:
  • John Warwick Montgomery. Fighting the Good Figth: A Life in Defense of the Faith. 2015. Pb. 250 S. 24.00 €. ISBN 978-3-86269-105-0
  • Order via www.amazon.de


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Internationaler Präsident der IGFM
beim Menschenrechtsbeauftragten der Bundesregierung, Christoph Strässer

Diese Meldung stammt ursprünglich aus dem Jahr 2015 und ist bisher nicht in meinem Blog erschienen.

LogoHumanRights(Bonn, 10.10.2015) Der Internationale Präsident der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte, Thomas Schirrmacher, ist vom Beauftragten für Menschenrechtspolitik und humanitäre Hilfe der Bundesregierung, Christoph Strässer, MdB, zu einem Gespräch empfangen worden. Darin ging es vor allem um die Lage der Religionsfreiheit weltweit und den neuen Menschenrechtsbericht der Bundesregierung, zu dem der Vorstandssprecher der IGFM, Martin Lessenthin, in einer Anhörung im Bundestag ausführlich Stellung genommen hatte. Schließlich ließ sich Schirrmacher das Konzept des internationalen Menschenrechtslogos des Auswärtigen Amtes erläutern.

Schirrmacher wurde von seinem persönlichen Referenten, dem Historiker Martin Warnecke, begleitet.

Schirrmacher beim Besuch von Christoph Strässer, MdB

Schirrmacher beim Besuch von Christoph Strässer, MdB

Strässer hat schon vor und dann seit Amtsantritt jährlich ein Grußwort an die Jahrestagung der IGFM gerichtet. Er ist auch Pate eines von der IGFM betreuten politischen Gefangenen, dem iranischen Menschenrechtler Mohammed Seddigh Kaboudvand.

Christoph Strässer ist Fachanwalt für Steuer- und Verwaltungsrecht in Münster und seit 2002 Mitglied des Deutschen Bundestages. 1977-1982 war er Bundesvorsitzender der Jungdemokraten und Mitglied des FDP-Bundesvorstandes. 1984 Eintritt in die SPD. 2002-2014 war er Mitglied im Ausschuss für Menschenrechte und humanitäre Hilfe und Sprecher der Arbeitsgruppe der SPD in demselben. Außerdem war er Beauftragter der SPD-Fraktion für Freie Berufe, Mitglied der Parlamentarischen Versammlung des Europarates und der Westeuropäischen Union und Beauftragter des Europarates für die Lage der Gefangenen in Aserbaidschan.


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Plausibilitätsprüfung der PEW-Berichte zur Religionsfreiheit (aktualisiert)

Vergleich von Länder untereinander; Länder im Querschnitt 2007-2014; grundsätzliche Einordnung von Ländern

Die Fassung als IIRF-Bulletin 2/2016 (PDF-Download)

Vorbemerkung

Das Pew Research Center’s Forum on Religion & Public Life veröffentlichte 2009 bis 2014 fünf globale Berichte zur Religionsfreiheit. Dazu gehören umfangreiche Rankings, deren Verlauf über den ganzen Zeitraum in vielfältigen Variationen verglichen wird.

Zu allen Statistiken und wissenschaftlichen Ergebnissen gehört eine frühzeitige Plausibilitätsprüfung. Sie kann Schwächen von Untersuchungen aufdecken, ohne schon genau sagen zu können, woher die nicht plausiblen Ergebnisse stammen.

Die Zuordnung einzelner Länder erschien mir nicht sehr plausibel. Länder mit recht großzügiger Religionsfreiheit erhielten sehr schlechte Bewertungen, Länder mit schwerwiegenden Beschränkungen gute Werte, etwa wenn Deutschland für 2013 einen schlechteren SHI-Wert von 4,5 hat als Saudi Arabien mit 3,6. Zudem schwankten einige Länder innerhalb der sechs Jahre, die untersucht wurden, erheblich, in denen sich aus meiner Sicht keine nennenswerten Veränderungen der Lage abzeichnen. Dazu kommen erhebliche Unterschiede in der Einstufung von Ländern im Vergleich zu den Ergebnissen anderer Forscher.

Also begann ich, einige Länder im Zeitlauf anzuschauen und dann Länder innerhalb eines Jahres und im Zeitlauf miteinander zu vergleichen. Das Ergebnis findet sich beispielhaft unten und lässt erhebliche Zweifel an der Zuverlässigkeit der Ergebnisse aufkommen.

Berichte und Abkürzungen

  • PEW 2009 = Stand: Mitte 2007
  • PEW 2011 = Stand: Mitte 2009
  • PEW 2012 = Stand: Mitte 2010
  • PEW 2013 = Stand: Ende 2011
  • PEW 2014 = Stand Ende 2012
  • PEW 2015 = Stand Ende 2013
  • PEW 2016 = Stand Ende 2014

Alle Angaben unten beziehen sich durchgängig auf den Stand, nicht auf das Veröffentlichungsjahr des Berichts.

GRI = Government Restrictions [on Religion] Index (= Beschränkung der Religion staatlicherseits)

SHI = Social Hostilities Index (= Beschränkung der Religion durch gesellschaftliche Kräfte)

GRI: „Very high“ 6,6 ++ / „High“ 4,5 – 6,5 / „Moderate“ 2,4 – 4,4 / „Low“ 0,0 – 2,3

SHI: „Very high“ 7,2 ++ / „High“ 3,6 – 7,1 / „Moderate“ 1,5-3,5 / „Low“ 0,0 – 1,4

Deutschland

a) Deutschland in der Zeitschiene

Deutschland GRI: 2007: 3,1; 2008: 3,2; 2009: 3,5; 2010 4,0; 2011 3,5; 2013: 4,5; 2014 3,4: Gab es wirklich eine Verschlechterung der Beschränkung der Religionsfreiheit von Regierungsseite von moderat 2007 zu (knapp) hoch in 2013 und dann wieder zurück? Der Wert ist meines Erachtens an sich schon zu hoch, dass aber die rechtliche Beschränkung von Religionsfreiheit in 5 Jahren in Deutschland stark zugenommen hat, ist durch nichts zu belegen.

Deutschland SHI: 2007: 2,1; 2008: 2,5; 2009: 3,3; 2010: 5,3; 2011: 5,0; 2013: 4,3; 2014: 2,5: starke Schwankung, in der Realität eher unverändert, wobei die Zahlen für 2007/2009 und 2014 angemessen sind, die Zahlen für 2011 und 2013 aber viel zu hoch.

Der GRI müsste in Deutschland recht niedrig sein, der SHI viel höher, denn die rechtliche und politische Freiheit ist sehr hoch, aber es gibt Diskriminierung durch bestimme Bevölkerungsgruppen. 2007 war der SHI laut PEW aber viel niedriger als der GRI, 2013 immer noch ein bischen niedriger. Das stellt die Verhältnisse auf den Kopf.

b) Deutschland im Vergleich zu anderen Ländern zum Jahr 2013

Deutschland: GRI 2013: 4,5:
demnach Lage wie in (+/-0,2) Libyen, Paläst. Autonomiegebiete, Äthiopien, VAE, Griechenland, Nepal;
Lage etwas besser als in Deutschland in: Nigeria, Liberia;
Lage viel besser als in Deutschland in: Südsudan, Serbien, Ungarn, Italien, Kambodscha;
das ist wirklich alles realitätsfern.

Deutschland und Europa (geografisch): GRI 2013: schlechter als Deutschland sind nur drei Länder Belarus, Bulgarien, Russland; besser sind z. B. Österreich, Bosnien-H., Georgien, Italien, Malta, Serbien, Griechenland, Ungarn. Demnach wäre Deutschland fast Schlusslicht in Sachen Beschränkung der Religionsfreiheit durch den Staat im geografischen Raum Europa, das wird der Realität nicht gerecht.

Weitere Länder

Bulgarien SHI: 2007: 2,2; 2009: 4,0; 2010: 2,2; 2011: 4,7; 2012: 4,4; 2013: 3,6; 2014: 2,8: ständiges Auf- und Ab-Pendeln, obwohl sich die Lage eigentlich nicht geändert hat.

Indonesien GRI: 2007: 6,2; 2012: 8,3; 2013: 8,5; 2014: 7,9: nimmt angeblich stark zu, in Wirklichkeit nimmt sie ab. Vergleiche dazu Iran GRI: 2007: 7,9; 2012: 8,6; 2013: 8,3; 2014: 7,7. Die Lage in Indonesien soll so schlimm oder etwas schlimmer wie im Iran sein? Das macht wirklich keinen Sinn.

Mexiko GRI: 2007=2008: 4,7; 2009: 4,2; 2010: 3,5; 2011: 3,6; 2012: 3,9; 2013 3,4; 2014: 4,5; SHI: 2007: 5,5; 2008: 4,7; 2009: 5,1; 2010: 3,6; 2011: 3,2; 2012: 6,7; 2013: 3,7; 2014: 4,2: War die Lage 2013 wirklich erheblich besser? Und war das Auf und Ab wirklich vor Ort zu spüren, ja ein Sprung seit 2012 innerhalb eines Jahres von 6,7 auf 3,7?
Siehe auch SHI: 2012 + 2007 sehr schlecht, 2010, 2011, 2013 viel besser; es gibt keinen Anhaltspunkt dafür.

Brasilien SHI: 2007: 0,8; 2013: 3,7; 2014: 3,5: kein Anhaltspunkt für eine derartige Verschlechterung von einem der besten Länder hin zu einer schlechten Situation, während der GRI die ganzen Jahre zu den besten gehört.

Irak SHI: 2007: 10,0; 2012: 9,0; 2013: 7,4; 2014: 8,5. Hat es tatsächlich eine derartige Verbesserung des SHI während 2013 gegeben? Ähnliches gilt für Syrien.

Saudi Arabien: SHI: 2011: 6,5; 2012: 6,4; 2013: 3,6; 2014: 3,6: Es gibt keinen Anhaltspunkt für eine derart starke Verbesserung des SHI, der damit mit Deutschland gleichzieht.

Ungarn GRI: 2007: 0,3; 2011: 1,0; 2012: 2,4; 2013: 2,9; 2014: 2,8: SRI: 2007: 1,0; 2011: 2,0; 2012: 2,7; 2013: 2,4; 2014: 2,2: erhebliche Verschlechterung der Lage wird nicht abgebildet, Ungarn bleibt angeblich wesentlich besser als Deutschland, religiöse Minderheiten sehen das genau anders herum.

Länder mit sehr, sehr niedrigem SHI 2013 unter 0,5, in denen tiefverwurzelter Hass auf andere ‚Rassen‘ und soziale Gruppen und starker Antagonismus der konfessionsverschiedenen sozialen Gruppen herrschen (Beispiele): Jamaika SHI 2013: 0,4; Kambodscha 0,4; Kuba 0,0; Kasachstan 1,0; Taiwan 0,0; Turkmenistan 0,4; Oman 0,1; Westsahara 0,0; Kongo 0,00.

Die 18 Berichte, die als Datenquelle dienen

Ein Grund für solche Ergebnisse könnte darin liegen, dass die Datenbasis der Berichte sehr dünn ist. Den Berichten liegt keine Forschung vor Ort zu Grunde, ebenso keine Ausarbeitung von Experten in den genannten Ländern oder für die genannten Länder. [Das ist ungewöhnlich, da PEW sonst umfangreiche Umfragen und Forschungen zur Religion usw. in vielen Ländern betreibt.] Die Ergebnisse stammen ausschließlich aus der Codierung anderer Berichte, untern denen wieder keiner durch Forschung vor Ort gewonnen wird. Zudem sind die 18 Berichte alle sehr stark voneinander abhängig.

Ich wähle hier den Bericht für 2013 als Grundlage. Der Bericht für 2014 enthält einen Bericht zur Religionsfreiheit weniger (2013: Nr. 6) und hat die Amnesty International-Berichte (2013: Nr. 11) durch die Global Terrorism Database (2014: Nr. 10) ersetzt, was die Datenbasis zur Religionsfreiheit direkt eher verschlechtert.

Nur 4 der 18 Berichte haben speziell mit Religionsfreiheit zu tun, alle anderen Berichte behandeln Diskriminierung usw. im allgemeinen Sinne oder andere Themen.

Es wird deutlich gesagt, dass die 2. Quelle die eigentliche Quelle ist, die anderen nur zusätzlich bei Unstimmigkeiten zu Rate gezogen werden (Jan 2014: S. 40). So hat Deutschland seine sehr negative Bewertung vor allem der sehr negativen Bewertung in Quelle 2 zu verdanken.

Alle Berichte, die Spannungen für den SHI enthalten, berichten über Spannungen aus rassistischen usw. Gründen, keiner sammelt speziell oder differenziert nach Diskriminierung durch die Mehrheitsbevölkerung wegen deren Religionszugehörigkeit. Deswegen sagt der SHI für Deutschland eher etwas über das Verhältnis der Deutschen zu Ausländern aus als etwas über das Verhältnis zu Anhängern anderer Religionen. Dieses Problem wird von PEW nirgends thematisiert.

Keiner der Berichte strebt von seiner Natur her Vollständigkeit an, es wird berichtet, was eingesandt oder durch die Medien in Erfahrung gebracht wird. Heißt das: Wird über ein Land viel Negatives berichtet, steigt das negative Ergebnis, wird wenig berichtet, sinkt das negative Ergebnis? Oder wie wird die Quantität und Qualität von Vorkommnissen in Relation zur Größe der Bevölkerung eines Landes gewertet?

Die Berichte berichten über recht unterschiedliche Zeiträume und oft nicht nur über Dinge in den letzten 12 Monaten, werden aber von PEW trotzdem einem festen Jahr zugeordnet.

Keiner der Berichte strebt irgendeine Art von Ranking an oder vergibt irgendeine Art von Punktesystem. Es ist also irreführend, dass PEW sich auf diese Berichte stützt, es werden einfach die in den Berichten genannten Ereignisse benutzt.

Viele der Berichte berichten nur über ausgewählte Länder, USCIFR z. B. über 0 oder 36 (Nr. 17 für 2012 = 0; Nr. 12 für 2012 = 29). Nur Nr. 2 berichtet über alle Länder. Für ein bestimmtes Land kann sich also die Zahl der Berichte von 18 aus halbieren. Es wird auch kein Verfahren genannt, wie verhindert wird, dass Länder, die in fast allen Berichten vorkommen, schlechter wegkommen als solche, die nur in wenigen Berichten erfasst sind.

Die Berichte sind teilweise stark voneinander abhängig und verweisen aufeinander als Quelle. Das macht sie für ein wissenschaftliches Ranking unbrauchbar. So zitiert der Bericht des US-Außenministeriums die meisten der verwendeten Berichte von Menschenrechtsorganistionen (z. B. AI, HRW), die sich wiederum auf den Bericht des Außenministeriums und überhaupt Berichte der US-Regierung berufen.

Berichte Nr. 2., 3., 4., 14., 16. sind politische, regierungsamtliche Berichte aus dem Bereich der US-Regierung, keine wissenschaftlichen Berichte, Berichte Nr. 9. + 10. entsprechend aus anderen Staaten/Staatenverbünden.

Es werden keine Wissenschaftler in den Ländern zu Rate gezogen, und sei es nur für eine Plausibilitätsprüfung des Ergebnisses.

Keiner der Berichte enthält originäre Forschung in den jeweiligen Ländern, wie sie PEW für andere Themen rund um Religion oft durchführt oder das etwa beim Weltverfolgungsindex für das Christentum der Fall ist.

Kommentar zu den 18 Berichten im Einzelnen

1. Country constitutions – Länderverfassungen

Ändert sich praktisch nicht von Jahr zu Jahr und besagt gar nichts über die reale Lage. So hat der Iran ein sehr gutes Bekenntnis zur Religionsfreiheit in seiner Verfassung.

2. U.S. State Department annual reports on International Religious Freedom

Anekdotisch, d. h. es werden nur Ereignisse aufgenommen, die an das Außenministerium berichtet wurden, es gibt keine systematische Suche weltweit. Sehr stark von Positionen der US-Außenpolitik (siehe etwa den Bericht über Saudi Arabien) oder amerikanischen Vorurteilen abhängig.

Die Berichte beginnen immer mit dem, was hier als 1. genannt wird und berufen sich viel auf andere unten gelistete Quellen.

Deutschlands Negativ-Punkte sind: vermeintlich unberechtigte Bevorzugung der Körperschaften des öffentlichen Rechts & Verfolgung von Scientology.

3. U.S. Commission on International Religious Freedom annual reports

Wechselnd 10-15 Länder. Im Gegensatz zu 2. sehr wenig von Positionen der US-Außenpolitik abhängig, aber Hauptaufgabe ist es, dem Außenministerium „countries of concern“ vorzuschlagen.

4. U.N. Special Rapporteur on Freedom of Religion or Belief reports

Berichtet jedes Jahr nur über sehr wenige, jährlich wechselnde Länder, die der Sonderberichterstatter offiziell bereist hat. Das heißt, es gibt keine Berichterstattung über dasselbe Land Jahr für Jahr.

5. Human Rights First reports in first and second years of coding; Freedom House reports in third, fourth and fifth years of coding

Ist ein allgemeiner Demokratiebericht, der nicht speziell auf Religionsfreiheit eingeht.

6. Hudson Institute publication: “Religious Freedom in the World” (Paul Marshall)

Ist ein sehr guter, aber nur einmal erschienener Bericht, der also nicht für Vergleiche Jahr für Jahr genutzt werden kann.

7.-17. sind Menschenrechtsberichte, die sich nicht speziell auf religiöse Fragen beziehen und nur anekdotisch ausgewertet werden können.

7. Human Rights Watch topical reports

8. International Crisis Group country reports

9. United Kingdom Foreign & Commonwealth Office annual report on human rights

10. Council of the European Union annual report on human rights

11. Amnesty International reports

12. European Network Against Racism Shadow Reports

13. United Nations High Commissioner for Refugees reports

14. U.S. State Department annual Country Reports on Terrorism

15. Anti-Defamation League reports

16. U.S. State Department Country Reports on Human Rights Practices

17. Uppsala University’s Uppsala Conflict Data Program, Armed Conflict Database

18. Human Rights Without Frontiers “Freedom of Religion or Belief” newsletters

Ist ein sehr guter Rundbrief, der aber 1. fast ausschließlich Nachrichten anderer Quellen weiterleitet und 2. nur weiterleitet, was erhältlich ist und deswegen über einige Länder fast nie, über andere fast täglich berichtet.

Vorsitzender des IIRF in Sri Lanka mit Ehrentitel ausgezeichnet

Diese Meldung stammt ursprünglich aus dem Jahr 2015 und ist bisher nicht in meinem Blog erschienen.

1_Rev_Godfrey_Yogarajah_is_presented_with_the_deshamanya_award_small(Bonn, 02.10.2015) Pfarrer Godfrey Yogarajah, dem Vorstandsvorsitzenden des Internationalen Instituts für Religionsfreiheit (IIRF; Bonn, Kapstadt, Colombo) und Geschäftsführer der Kommission für Religionsfreiheit der Weltweiten Evangelischen Allianz (WEA), wurde der nationale Ehrentitel eines „Deshamanya“ durch die Regierung von Sri Lanka verliehen. Dieser Titel bedeutet „Stolz der Nation“ und ist die zweithöchste staatliche Auszeichnung, die für besonders lobenswerten Dienst vergeben wird. Die Auszeichnung wurde an Rev. Yogarajah in Anerkennung seiner Arbeit für die Menschenrechte, die Religionsfreiheit und in humanitären Hilfswerken in Sri Lanka verliehen.

„Ich danke Gott für den treuen und wirkungsvollen Dienst Godfreys, der solch große Auswirkungen auch über die evangelikale Bevölkerungsgruppe hinaus gehabt hat, und das nicht nur in seinem eigenen Land, sondern auch weltweit“,

sagte Bischof Efraim Tendero, Generalsekretär der WEA, der Rev. Yogarajah zu seiner staatlichen Auszeichnung gratulierte.

Thomas Schirrmacher, Direktor des IIRF und Moderator des Büros und des Teams der WEA für „Intrafaith and Interfaith Relations“, sagte, als er von der Auszeichnung erfuhr:

„Ich nenne Godfrey oft ‚Mister Religionsfreiheit‘. Er verdient es mehr als irgendjemand anderes, diese dritte Auszeichnung für seine Arbeit zu erhalten. Dass dieses Mal die Regierung von Sri Lanka selbst, die so oft Adressat seiner Kritik und Vorschläge war, die Anerkennung ausspricht, beweist, dass Menschen erkennen, dass hinter Godfreys gewissenhafter Dokumentierung und Präsentierung von Menschenrechtsverletzungen der positive Wille steht, mit jedermann in Frieden zu leben.“

Rev. Yogarajah ist auch seit 25 Jahren der Generalsekretär der Nationalen Christlichen Evangelischen Allianz in Sri Lanka (NCEASL). In dieser Position hat er sich für Menschenrechte und Religionsfreiheit in Sri Lanka eingesetzt. Von ihm stammt auch die Idee zum Start eines Hilfe- und Entwicklungszweiges der NCEASL, des „Alliance Development Trust“ („Entwicklungsfonds der Allianz“), einer Organisation, die von Seiten der Regierung für ihre Arbeit in Hilfsprojekten, in der Rehabilitation und der Entwicklung ausgezeichnet wurde.

Durch die WEA arbeitet Rev. Yogarajah umfassend für Religionsfreiheit in der ganzen Welt. Er hat verfolgte religiöse Minderheiten und nationale Evangelische Allianzen in Bezug auf Religionsfreiheit und Menschenrechte geschult, hat sich bei Institutionen wie den Vereinten Nationen, der Europäischen Union und dem Außenministerium der USA für Religionsfreiheit eingesetzt und hat sich mit Regierungsvertretern getroffen, um die Religionsfreiheit in Ländern voranzubringen, wo diese eingeschränkt ist.

Rev. Yogarajah erhielt auch den „Good Samaritan Award“ (2004 – „Preis des Guten Samariters“) für Religionsfreiheit, der ihm von Advocates International verliehen wurde, und den „Pro Fide Award“ (2005), verliehen von den „Friends of the Martyrs“ in Finnland für seinen Beitrag zu den Rechten für Minderheiten.

Bei Erhalt der neuen Auszeichnung sagte Rev. Yogarajah:

„Ich glaube, dass oft wir Leiter die Ernte der harten Arbeit unserer Mitarbeiter einfahren. Die Ehre gebührt ihrer beispielhaften Arbeit. Ich glaube, diese Ehre wird den Evangelikalen im Land, denen lange Zeit die staatliche Anerkennung verwehrt wurde, eine größere Sichtbarkeit und Glaubwürdigkeit geben.“

Die NCEASL, die als Allianz von Sri Lanka Mitglied des WEA ist, erklärte, dass

„es eine Menge für die Evangelikalen, eine marginalisierte und verfolgte Minderheit in Sri Lanka, bedeutet, dass einer ihrer führenden Leiter vom Staat geehrt wird. Die Auszeichnung ist dadurch ein Symbol der Ermutigung und Anerkennung für evangelikale Christen in Sri Lanka. Außerdem veranschaulicht sie die Wirkung und den Beitrag der Evangelikalen für das Leben unserer Nation.“

 

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Die Causa Latzel:
Warum ich weder Pfarrer Latzel, noch seine Gegner verstehe

15. Juli 2016 von · 5 Kommentare 

Meine Stellungnahme zur Causa Latzel kann hier heruntergeladen werden.

Ich veröffentliche meine Gedanken zur Causa Latzel erst jetzt, da ich sie aus der emotionalen erhitzten Debatte seinerzeit heraushalten wollte und ein gediegenes Gespräch mit allen Beteiligten suche, keinen medialen Schlagabtausch.

Thomas Schirrmacher