ArchivPolitik
Mit „Q-rage“ gegen Rassismus? (kurz)
Mai 11, 2009 by thomas · Schreiben Sie einen Kommentar
Hinweis: Liegt nur als pdf-Datei vor.
Die WELT berichtet über meine Q-Rage-Kritik
Mai 5, 2009 by Schirrmacher · Schreiben Sie einen Kommentar
Die Tageszeitung DIE WELT hat über meine in der Zeitschrift „Evangelische Verantwortung“ des EAK der CDU/CSU heute folgendes berichtet (Quelle: DIE WELT):
Streit um staatlich gefördertes Antirassismus-Projekt
Von Till-R. StoldtBerlin – Evangelische Christen in der Union sehen politische und religiöse Einseitigkeiten bei einer staatlich geförderten Kampagne gegen Rassismus in der Schule. Nach Ansicht des Evangelischen Arbeitskreises der CDU/CSU (EAK) erteilt das Projekt ,Schule ohne Rassismus‘ (SoR) Millionen deutschen Schülern Lektionen wie die, dass Israel von jeher Streit bedeute, dass es rechtspopulistisch sei, sich auf die christliche Tradition zu berufen, und dass es Jesus an Feindesliebe gemangelt habe. Die SoR-Aufklärungsarbeit mit Unterrichtsmaterialien und Zeitschriften wird vom Bundespresseamt und der Bundeszentrale für politische Bildung als Beitrag zum antirassistischen Engagement an Schulen gefördert.
Der EAK-Vorsitzende Thomas Rachel sagte der WELT, es sei „nicht akzeptabel, dass die öffentlich geförderte Initiative ,Schule ohne Rassismus‘ durch Zahl und Inhalt ihrer Publi-kationen der negativen Religionskritik Vorrang’ einräume. „Wie das Christentum hier dargestellt wird“, so Rachel, „hat mit dem Leben der Christen in Deutschland nichts zu tun und ist verunglimpfend. Wer beansprucht, gegen Vorurteile und Rassismus aufzuklären, faktisch aber neue Vorurteile aufbaut, muss sich die Frage gefallen lassen, ob er weiterhin mit öffentlichen Geldern finanziert werden kann.“
Ähnlich kritisch äußert sich der Religionswissenschaftler Thomas Schirrmacher. Für den Evangelischen Arbeitskreis verfasste er ein Gutachten zum Lehrmaterial von ,Schule ohne Rassismus‘ (gekürzt nachzulesen auf www.eak-cducsu.de). Darin urteilt er, im SoR-Material werde Rassismus „überwiegend den Religionen, allen voran dem Christentum zugeschrieben“. Christendiffamierung und an Antijudaismus grenzende Tendenzen seien unverkennbar. Mal werde die Berufung auf christliche Traditionen oder wertkonservative Positionen als ,Rechtspopulismus‘ bezeichnet, mal die Demokratiefeindlichkeit theologisch konservativer Christen behauptet. Nur vom Islam werde gesagt, er sei keine aggressive Religion.“
Obendrein werde zwar nahezu jede Diskriminierungsform thematisiert – von der Unterdrückung der Sinti und Roma bis zur Islamophobie –, doch der Hass auf Christen werde ignoriert, obwohl die OSZE seit Langem fordere, ihn so ernst zu nehmen wie die Diskriminierung von Juden und Muslimen. Diese Unausgewogenheit unterscheide das deut-sche SoR-Projekt von verwandten Bewegungen in anderen Ländern Europas, in denen tatsächlich der Kampf gegen Rassismus im Zentrum stehe.
Das Inhaltsverzeichnis der Ausgabe 3/4/2009 der Zeitschrift „Evangelische Verantwortung“ findet sich hier. Die Kurzfassung findet sich in der pdf-Fassung der Zeitschrift „Evangelische Verantwortung“ hier. Die Langfassung findet sich auf der Webseite des EAK der CDU/CSU hier.
Hier finden sich weitere Pressemeldungen zu meinem Beitrag:
- Zeitschrift PRO vom 20.4.2009
- Zeitschrift PRO vom 5.5.2009
- freiewelt.net
Hitlers Kriegsreligion
Februar 25, 2009 by Schirrmacher · Schreiben Sie einen Kommentar
In der vorliegenden Untersuchung wird auf der Grundlage aller verfügbaren Texte und Reden Hitlers seine Verwendung der religiösen Begrifflichkeit untersucht und gezeigt, dass diese sich Hitlers weltanschaulichem Denken so einfügte, dass eine eigenständige Kriegsreligion in scharfem Gegensatz zur christlichen Religion entstand. Dabei wird Hitlers Weltanschauung als von 1919 bis 1945 weitgehend gleichbleibend erwiesen und als Triebfeder seines Handelns verstanden.
Eine Rezension von Ralph Fischer finden Sie hier.
Klonen – auch in Deutschland möglich?
Februar 23, 2009 by Schirrmacher · Schreiben Sie einen Kommentar
Hinweis: Der Aufsatz liegt nur als PDF-Datei vor.
Einsatz gegen Christenverfolgung ist der Weltweiten Evangelischen Allianz wichtig
Februar 4, 2009 by Schirrmacher · 1 Kommentar
Der Vorsitzende des Kuratoriums des Internationalen Instituts für Religionsfreiheit (Bonn, Kapstadt, Colombo), Pfarrer Dr. Paul C. Murdoch, hat eine positive Bilanz der Generalversammlung der Weltweiten Evangelischen Allianz in Pattaya gezogen. Das IIRF sei auf eine breite Unterstützung der Nationalen Allianzen gestoßen und die von den beiden internationalen Direktoren verfasste Resolution zur Christenverfolgung und Religionsfreiheit als Fazit einer der beiden großen Themen der Konferenz sei einstimmig angenommen worden. Neben dem Thema globale Armut habe gerade das Thema Christenverfolgung im Mittelpunkt der internationalen Tagung gestanden.
Noch zu keiner Zeit in der Geschichte seien so viele Christen und Kirchen in so vielen Ländern der Welt unter den Druck von Diskriminierung, Unterdrückung oder Verfolgung geraten, so Murdoch. Bis zu 200 Millionen Christen in über 60 Ländern der Welt seien von religiös-politischer Feindschaft betroffen. Die fast 700 Delegierten aus aller Welt erklärten sich in einer Resolution solidarisch mit ihren unterdrückten Glaubensgeschwistern, boten aber anderen Religionen auch Gespräche zum friedlichen Zusammenleben an. Die Generalversammlung erkläre dort auch ausdrücklich ihre Rückendeckung für das IIRF, das auf wissenschaftlicher Basis fundierte Analysen, Berichte und Studien zum Thema Religionsfreiheit im Allgemeinen und Christenverfolgung im Besonderen erstellt. Damit gehe man gestärkt in die Gespräche mit Politik und Wissenschaft.

Murdoch zeigte sich erfreut darüber, dass mit dem auf der Generalversammlung eingesetzten neuen Generalsekretär der Kommission für Religionsfreiheit der Weltweiten Evangelischen Allianz, Godfrey Yogarajah, erstmals ein Vertreter verfolgter Kirchen selbst das Sprachrohr der WEA in Sachen Christenverfolgung sei. Yogarajah war zuletzt Generalsekretär der Asiatischen Evangelischen Allianz. Er folgt dem finnischen Theologen und Aktivisten Johan Candelin, der nach zehn Jahren aus dem Amt scheidet und sich zukünftig auf die von ihm gegründete Arbeit des First-Step-Forum konzentrieren wird.
Namentlich dankte Murdoch den beiden Direktoren des südafrikanischen Zweiges, Christof Sauer und Mirjam Scarborough, die auf der Vollversammlung die erste Ausgabe des wissenschaftlichen Journals des Instituts, International Journal for Religious Freedom (Internationales Journal für Religionsfreiheit) vorstellten. Die internationale Zusammenarbeit der der drei Büros des IIRF in Europa, Afrika und Asien laufe reibungslos und bringe eine Menge von Synergieeffekten aus der ganzen Welt zu Tage.
Murdoch appelliert am 60. Jahrestag der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte an alle Entscheidungsträger in Politik, Wirtschaft, Kunst und Gesellschaft, das hohe Gut der Religionsfreiheit als Grundrecht aller Menschenrechte zu wahren und zu fördern. Das gilt sowohl für die Länder, wo es eklatante Verstöße gegen die Religionsfreiheit gibt, als auch für die Länder – etwa in Europa –, wo die Religionsfreiheit zwar für eine Selbstverständlichkeit angesehen wird, aber Gefahr läuft, einem dogmatischen Säkularismus zum Opfer zu fallen.
Dr. Murdoch ist promovierter Theologe und Pfarrer der Württembergischen Landeskirche, gegenwärtig im Gemeindepfarrdienst, und kehrt 2009 ins Albrecht-Bengel-Haus, Tübingen, zurück als Studienleiter mit Schwerpunktgebieten Missions- und Religionswissenschaften (Islam), sowie Neues Testament. Er hat an diversen theologischen Ausbildungsstätten in Asien, Ozeanien, und Europa unterrichtet. Er setzt sich seit seiner Jugend für unterdrückte und verfolgte Christen ein.



Prof. Dr. theol. Dr. phil. Thomas Schirrmacher (geb. 1960) ist Sprecher für Menschenrechte und Vorsitzender der Theologischen Kommission der Weltweiten Evangelischen Allianz, die weltweit etwa 600 Mio. evangelische Christen vertritt und Direktor von deren 2006 gegründeten Internationalen Instituts für Religionsfreiheit (Bonn, Kapstadt, Colombo)