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Selbstliebe?
April 22, 2010 by Schirrmacher · 2 Kommentare
„Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst“ (3Mose 19,18; Mt 22,35–40; Mk 12,28–34; Lk 10,25–28; Gal 5,13–14; Jak 2,8–12; Röm 13,8–10; Mt 19,19; Mt 5,43).
Einige verstehen diesen Satz – meist mit Hilfe psychologischer Überlegungen – als generelle Aufforderung, dass man sich zunächst selbst lieben müsse, bevor man andere lieben könne. Andere sehen jede Selbstliebe als das Ende der von Jesus geforderten Selbstverleugnung (Mt 16,24; Mk 8,34; Lk 9,23) an und verstehen das „wie dich selbst“ als Zugeständnis an den leider immer vorhandenen Egoismus. Wer hat recht?
Durch die Verbindung der Liebe mit den Geboten Gottes (Röm 13,8–10) klärt sich die Frage. Nimmt man nämlich die Gebote Gottes hinzu, sieht man, dass beide Seiten gleichermaßen Recht wie Unrecht haben. Wenn Gott uns geboten hat, uns um uns selbst zu kümmern und uns selbst Freude zu schaffen, kann an diesen Stellen keine prinzipielle Selbstverleugnung gefordert sein. Wenn Gott uns aufträgt, unseren Lebensunterhalt zu verdienen oder uns am Essen zu erfreuen, kann ein solcher Einsatz für uns selbst nicht falsch sein. Wo Gott uns aber aufträgt, die Interessen anderer über unsere eigenen zu stellen, können psychologische Theorien Gottes Willen nicht aufheben. Die Bibel spielt den Einzelnen und die Gesellschaft und die eigenen Interessen und die Interessen der Allgemeinheit nicht gegeneinander aus. Sie ist weder individualistisch noch sozialistisch. Sie wahrt die Privatsphäre des Einzelnen ebenso, wie sie keinen von der sozialen Verantwortung ausnimmt.
Die berühmte Goldene Regel Jesu in Mt 7,12 verbindet die Selbstliebe und das Leben für andere untrennbar miteinander: „Alles, was ihr wollt, dass euch die Menschen tun sollen, das tut ihr ihnen auch! Denn darin besteht das Gesetz und die Propheten.“
Die Bibel kann selbst das höchste Ziel des Menschen, nämlich ewiges Leben zu erlangen und in ewiger Gemeinschaft mit Gott zu leben, in doppelter Weise begründen. Einerseits wird damit Gott an die erste Stelle gesetzt und der Mensch ordnet sich demütig Gottes Willen unter: Der Mensch wird Gott ewig als seinen Herrn und Erlöser preisen. Andererseits ist dies aber zugleich das Beste, was ein Mensch für sich selbst tun kann. Deswegen begründet die Bibel ein Leben nach dem Willen Gottes ohne Hemmungen mit dem Nutzen, den der Mensch davon in Ewigkeit haben wird (Mt 6,19–20; Joh 4,36; Lk 6,23; Gal 6,9; 1Tim 6,18–19; Kol 3,23–24; 1Kor 3,14; vgl. Jak 5,3). Häufig ist dabei vom zwar unverdienten, aber dennoch klar zugesagten „Lohn“ die Rede.
Die ewige Gemeinschaft mit dem dreieinigen Gott ist die höchste Vollendung der Liebe zu Gott, der Liebe zu anderen und der wahren Liebe des eigenen Lebens, also dem Wunsch, das Beste aus dem eigenen Leben zu machen. Wilhelm Lütgert hat das treffend formuliert: „Wenn durch die Liebe zu Gott aus dem Selbsterhaltungstrieb die Selbstsucht ausgeschieden wird, so wird er zu Selbstliebe. … Selbstsucht ist nicht Selbstliebe. Der selbstsüchtige Mensch liebt überhaupt nicht, auch nicht sich selbst.“ (Wilhelm Lütgert. Ethik der Liebe. C. Bertelsmann: Gütersloh, 1938. S. 17)
Die berufliche Arbeit ist in der Bibel ein gutes Beispiel für die doppelte Ausrichtung der Liebe. Arbeit ist nämlich immer zugleich Arbeit für den Arbeitenden und Arbeit für andere. Auch der Ertrag der Arbeit dient sowohl dem eigenen Lebensunterhalt als auch anderen (z. B. der Familie, den Armen, der Kirche und dem Staat). So geht der Ertrag der Arbeit nicht einfach nur an den Arbeitenden. Paulus schreibt etwa: „Den Reichen in dieser Welt gebiete, dass sie nicht stolz sein sollen, noch ihre Hoffnung auf die Ungewissheit des Reichtums setzen sollen, sondern auf Gott, der uns alles reichlich darreicht, um es zu genießen, und dass sie Gutes tun, reich an guten Werken, freigebig und behilflich sein sollen, um sich selbst eine gute Grundlage für die Zukunft zu sammeln, um das wirkliche Leben zu ergreifen“ (1Tim 6,17–19). Reichtum soll hier also sowohl dem eigenen Genuss, als auch anderen dienen, wobei letzteres im Himmel auch dem Geber selbst wieder zugute kommt. John Stott nennt dies „Das biblische Prinzip der Gegenseitigkeit“ (John Stott. Christsein in den Brennpunkten unserer Zeit … 3. Francke: Marburg, 1988. S. 38–42).
Wir haben an dieser Stelle wie so oft zwei Seiten zu berücksichtigen. Einerseits geschieht Arbeit zur eigenen Versorgung, andererseits dient Arbeit anderen, sei es, weil die Arbeit direkt für sie geschieht (zum Beispiel die Arbeit des Busfahrers), sei es, dass ihnen das Ergebnis der Arbeit etwas nützt (z. B. der gebaute Kinderwagen), sei es, dass der Arbeitende anderen etwas von seinem Lohn weitergibt (z. B. Lebensunterhalt für seine Familie). Diese beiden Seiten dürfen nie gegeneinander ausgespielt werden.
So schreibt ein säkularer Wirtschaftswissenschaftler, der die biblischen Zusammenhänge besser verstanden zu haben scheint als mancher Christ: „Der Glaube, dass das Glück der anderen am Ende auch einem selbst nützt, findet nur schwer den Weg zum menschlichen Herzen. Jedoch ist dies die Goldene Regel der Wirtschaft, der Schlüssel zu Frieden und Wohlstand und eine Voraussetzung für den Fortschritt.“ (George Gilder. Reichtum und Armut. dtv: München, 1983. S. 19)
Viele Probleme entstehen dort, wo man Dinge gegeneinanderstellt, die Gott in seinem Gesetz aufeinander bezieht. Dies gilt auch für Individualismus und Kollektivismus. Der Individualismus sieht das Individuum, den einzelnen Menschen, als den wichtigsten Maßstab an und glaubt, dass sich alles an den Bedürfnissen und Wünschen des Einzelnen auszurichten habe. Dies ist etwa die Botschaft des politischen Liberalismus. Der Kollektivismus dagegen sieht die Gemeinschaft (der Kirche, des Staates usw.) als den wichtigsten Maßstab an und glaubt, dass sich alle privaten Bedürfnisse dem Wohl der Gemeinschaft unterzuordnen haben. Ganz deutlich wird dies etwa im Kommunismus oder in der nationalsozialistischen Parole: „Du bist nichts, dein Volk ist alles“.
In der Bibel wird diese Gegenüberstellung dadurch überwunden, dass weder der Einzelne noch die Gesellschaft der Maßstab und das Ziel des menschlichen Lebens sind, sondern der dreieinige Gott und seine Verherrlichung.
Gott selbst ist es, der in seinem Wort der Einzelpersönlichkeit ebenso große Bedeutung beimisst wie der Gemeinschaft, allerdings nicht nur einer Gemeinschaft, sondern der Gemeinschaft in verschiedenen von Gott gestifteten Bünden, etwa im Zusammenleben und Zusammenarbeiten in Familie, Kirche, Arbeit und Staat. Der Schutz des Einzelnen wie der Schutz der Gemeinschaft werden beide gleichermaßen bedacht und durch die Gebote Got–tes geregelt. Nur aus den Geboten Gottes können wir erfahren, in welchem Fall welcher Bereich Vorfahrt hat.
Ist Selbstverleugnung christlich?
April 12, 2010 by Schirrmacher · 1 Kommentar
Wenn Jesus zur Selbstverleugnung aufruft und dabei auffordert, das Kreuz auf sich zu nehmen, meint er keine psychologische Größe – etwa Selbstverachtung oder fehlendes Selbstbewusstsein –, sondern schlicht und einfach die Bereitschaft zum Martyrium für den Glauben: „Wenn jemand mir nachfolgen will, der verleugne sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach. Denn wenn jemand sein Leben erretten will, wird er es verlieren. Wenn aber jemand sein Leben um meinetwillen verliert, der wird es finden“ (Mt 16,24–25). Denn dieser Abschnitt stammt aus der ersten großen Martyriumsrede Jesu in Mt 10,16–42. Die Begriffe ‚Kreuz‘ und ‚Verfolgung‘ sind fast identisch geworden! [S. dazu ausführlicher These 8 in Thomas Schirrmacher. Christenverfolgung geht uns alle an: Auf dem Weg zu einer Theologie des Martyriums. Idea-Dokumentation 15/99. Idea: Wetzlar, 2001, 2. Aufl.]
Selbstverleugnung bedeutet, das Vertrauen in Gott prinzipiell und ausnahmslos an die erste Stelle zu setzen und deswegen bereit zu sein, dafür zu sterben. Selbstverleugnung bedeutet aber nicht automatisch, jeden anderen Menschen an die erste Stelle zu setzen. Denn aus der Unterordnung unter Gott ergibt sich erst der richtige Umgang mit anderen Menschen.
Sein Leben für andere zu geben ist in dieser Welt die höchste Form der Liebe. Jesus lehrt dies eindeutig: „Dies ist mein Gebot, dass ihr euch untereinander liebt, wie ich euch geliebt habe. Denn niemand hat eine größere Liebe als wenn er sein Leben für seine Freunde hingibt“ (Joh 15,12–13). Deswegen wird die Liebe der Christen immer wieder an dem größten Liebesopfer Jesu, am Kreuz, ausgerichtet: „Wandelt in Liebe, wie auch Christus euch geliebt und sich selbst für uns als Gabe und Opfer gegeben hat“ (Eph 5,2). Deswegen soll auch der Ehemann gegebenenfalls bereit sein, sein Leben für seine Frau zu lassen, eine Absage an alle Vorstellungen des ‚Hauptseins‘ des Mannes, die darin vor allem die Kommandogewalt des Mannes sehen wollen: „Ihr Männer, liebt eure Frauen, wie auch Christus die Gemeinde geliebt und sich selbst für sie dahingegeben hat“ (Eph 5,25).
Dazu möchte ich an folgenden Abschnitt aus meiner Ethik erinnern (auf neue Rechtschreibung umgestellt):
Gott zerstört die Persönlichkeit nicht
(Aus Ethik. ab 2. Aufl. Bd. 1, Lektion 12, Abschnitt 6.)
Gott arbeitet nicht mit Zwang. Zwang und Besessenheit sind die Kennzeichen des Teufels. Der Teufel fragt uns nicht, unterstützt uns nicht, hilft uns nicht, sondern verführt und zwingt uns und bringt uns zur Sünde, ehe wir zum Nachdenken gelangt sind. Gott dagegen schenkt uns alles, möchte aber dennoch die echte Persönlichkeit, die selbstbeherrscht, nüchtern und ruhig sich für den Weg Gottes entscheidet und ihn dann in Gottes Kraft geht.
Nur der Teufel regiert Menschen, indem er sie ihrer Persönlichkeit beraubt, wie die in den Evangelien erwähnten Besessenen im Extremfall zeigen, die bisweilen wie Tiere lebten und durch die Vertreibung der Dämonen wieder eigenständig handelnde Personen wurden. Dies wird in der Heilung des besessenen Geraseners (Mt 8,28–34;Mk 5,1–20; Lk 8,26–39) am deutlichsten. Hier war ein Mensch durch die Dämonen völlig seiner Persönlichkeit beraubt. Er kleidete sich nicht, lebte in Höhlen, sprach mit niemandem und griff jeden an (Mk 5,: „er hatte seine Wohnung in den Grabhöhlen. Und niemand konnte ihn mehr binden, auch nicht mit Ketten; denn er war oft mit Fesseln und Ketten gebunden gewesen und hatte die Ketten zerrissen und die Fesseln zerrieben; und niemand konnte ihn bändigen. Und er war allezeit, Tag und Nacht, in den Grabhöhlen und auf den Bergen, schrie und schlug sich mit Steinen“; Lk 8,27+29: „der hatte böse Geister; er trug seit langer Zeit keine Kleider mehr und blieb in keinem Hause, sondern in den Grabhöhlen … Denn er hatte dem unreinen Geist geboten, aus dem Menschen auszufahren. Denn der hatte ihn lange Zeit geplagt; und er wurde mit Ketten und Fesseln gebunden und gefangen gehalten, doch er zerriss seine Fesseln und wurde von dem bösen Geist in die Wüste getrieben“). Jesu Befreiungswort bewirkte, dass seine Persönlichkeit wieder zum Vorschein kam, so dass er wieder normal aß, sich anzog und ganz vernünftig mit anderen redete, wie die Außenstehenden erschrocken feststellen (Mt 5,15: „… und kamen zu Jesus und sahen den Besessenen, wie er dasaß, bekleidet und vernünftig, den, der die Legion unreiner Geister gehabt hatte; und sie fürchteten sich“; Lk 8,35: „Da gingen die Leute hinaus, um zu sehen, was geschehen war, und kamen zu Jesus und fanden den Menschen, von dem die bösen Geister ausgefahren waren, sitzend zu den Füßen Jesu, bekleidet und vernünftig, und sie erschraken“).
Zerstört Gott unsere Persönlichkeit? Schaltet er alle gleich? Irgend etwas kann da ja nicht stimmen! Es ist doch gerade Gott, der uns als unverwechselbare Persönlichkeiten geschaffen hat und der die ungeheure Vielfalt liebt. Gott arbeitet nicht mit Zwang. Je mehr uns Gott von unserer Sünde und aus Abhängigkeiten befreit, umso deutlicher kommt unsere unverwechselbare Persönlichkeit zum Ausdruck. Zwang und Besessenheit sind die Kennzeichen des Teufels. Der Teufel fragt uns nicht, unterstützt uns nicht, hilft uns nicht, sondern verführt und zwingt uns und bringt uns zur Sünde, ehe wir zum Nachdenken gelangt sind. Gott dagegen schenkt uns alles, möchte aber dennoch die echte Persönlichkeit, die selbstbeherrscht, nüchtern und ruhig sich für den Weg Gottes entscheidet und ihn dann in Gottes Kraft geht. Nur der Teufel regiert Menschen, indem er sie ihrer Persönlichkeit beraubt.
Das hat auch für die Entstehung der Bibel und das richtige Inspirationsverständnis große Bedeutung. Gott lässt sein Wort nicht durch Zwang schreiben, wie dies bei vielen mechanisch inspirierten Offenbarungen in den Religionen bis hinein in den Bereich christlicher Sekten der Fall ist. Wenn Gottes Geist an und durch Menschen wirkt, macht er sie zu echten Persönlichkeiten. Überall, wo die Inspiration einer heiligen Schrift damit begründet wird, dass die menschlichen Verfasser völlig unbeteiligt waren, also unter Zwang schrieben, besessen waren, in Ekstase unzurechnungsfähig waren, wie dies in vielen Religionen und Bewegungen der Fall ist, liegt nach der Bibel teuflische Inspiration vor. Selbst die Propheten, die in Verzückung unglaubliche Bilder sahen, können sich im Alten und Neuen Testament ganz vernünftig mit den die Visionen auslegenden Engeln unterhalten (z. B. in der Offenbarung des Johannes oder in Daniel und Hesekiel). Ja, Paulus hält es in 1Kor 14,32 für selbstverständlich, dass Propheten sich und die Offenbarung unter Kontrolle haben: „Die Geister der Propheten sind den Propheten untertan“. Deswegen können sie ihre Prophezeiung auch jederzeit unterbrechen oder für sich behalten (1Kor 14,30–32).
Die Bibel ist nicht von Marionetten mechanisch geschrieben worden, sondern im Gegenteil von echten Persönlichkeiten, deren Unverwechselbarkeit gerade in ihren Schriften zum Ausdruck kommt. Göttliche Inspiration schließt die menschliche Persönlichkeit nicht aus, sondern führt sie zu ihrer vollen Entfaltung. Deswegen gibt es kein religiöses Buch, das seine eigene rein menschliche Entstehungsgeschichte derartig ausbreitet und für wesentlich hält wie die Bibel. Die menschliche Seite ist kein Beweis gegen die göttliche Inspiration der Bibel, wie dies in anderen Religionen der Fall ist, wo die Göttlichkeit der Schrift dadurch bewiesen wird, dass kein Mensch daran beteiligt war oder die beteiligten Menschen zu so etwas unfähig waren.
Ein schönes Beispiel dafür findet sich am Ende des 2. Petrusbriefes. Dort schreibt Petrus: „Achtet die Langmut unseres Herrn als Errettung, wie auch unser geliebter Bruder Paulus in der ihm gegebenen Weisheit euch geschrieben hat, wie auch in allen seinen Briefen, wenn er von solchen Dingen spricht. In ihnen ist etliches schwer zu verstehen, was die Unwissenden und Unbefestigten wie auch die anderen Schriften zu ihrem eigenen Verderben verdrehen“ (2Petr 3,15–16). Die menschliche Seite der Bibel, hier die Besonderheit des petrinischen und des paulinischen Stils, tut ihrer göttlichen Seite keinen Abbruch. Selbst Petrus hat Mühe, die Paulusbriefe zu verstehen. Und dennoch ist es für Petrus keine Frage, dass Paulus im Namen Gottes spricht und dass man die Paulusbriefe nur zu seinem eigenen Verderben verdrehen kann.
Die Stellungnahme von Petrus ist also ein wichtiger Text zum Verständnis der Inspiration der Bibel. Die Bibel spiegelt die Unterschiedlichkeit der Charaktere ihrer Verfasser voll und ganz wider. Petrus schreibt in kurzen, knappen Sätzen, gibt einprägsame Warnungen, wechselt das Thema häufig und scheint keiner Gesamtgliederung seiner Briefe zu folgen. Paulus schreibt dagegen meist im Rahmen von langwierigen Gliederungen, benutzt oft lange, verschachtelte Sätze, die bisweilen sogar unfertig stehen bleiben, weil sie zu lang wurden. Er begründet eins aus dem anderen. Petrus ist ‚leichte‘ Lektüre, Paulus nicht. Dies kann sogar Petrus selbst über Paulus feststellen, denn Petrus selbst hatte Mühe, Paulus zu verstehen.


Prof. Dr. theol. Dr. phil. Thomas Schirrmacher (geb. 1960) ist Sprecher für Menschenrechte und Vorsitzender der Theologischen Kommission der Weltweiten Evangelischen Allianz, die weltweit etwa 600 Mio. evangelische Christen vertritt und Direktor von deren 2006 gegründeten Internationalen Instituts für Religionsfreiheit (Bonn, Kapstadt, Colombo)