ts_02Prof. Dr. theol. Dr. phil. Thomas Schirrmacher (geb. 1960) ist Stellvertretender Generalsekretär der Weltweiten Evangelischen Allianz (WEA), die 600 Mio. Evangelische Christen vertritt (zuständig für Theologie, Theologische Ausbildung, zwischenkirchliche und interreligiöse Beziehungen, Religionsfreiheit, Forschung) und Vorsitzender der Theologischen Kommission der WEA.

Als Präsident des Internationalen Rates der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (mit Sektionen in 55 Ländern) und Direktor des Internationalen Instituts für Religionsfreiheit (Bonn, Kapstadt, Colombo, Brasilia) gehört er zu den führenden Menschenrechtsexperten weltweit und sagt regelmäßig als Experte vor Parlamenten in aller Welt und vor UN-Gremien aus.

Schirrmacher ist Professor für Religionssoziologie an der staatlichen ‚Universität des Westens‘, Timisoara, Rumänien und Distinguished Professor of Global Ethics and International Development an der William Carey University, Shillong, Meghalaya, Indien. Außerdem ist er Rektor des Martin Bucer Seminars, einer theologischen Hochschule für Berufstätige mit Studienzentren in Berlin, Bielefeld, Bonn, Chemnitz, Hamburg, Innsbruck, Istanbul, Izmir, Linz, München, Pforzheim, Prag, Sao Paulo, Tirana, Zürich und lehrt dort Ethik und Vergleichende Religionswissenschaft.

Schirrmacher hielt Gastvorlesungen an über 100 Universitäten in mehr als 50 Ländern und bereist etwa 15 Länder jährlich.

Bischof Schirrmacher hat die Häupter fast aller Kirchen der Welt getroffen, ebenso viele der obersten Würdenträger der Weltreligionen. Häufiger trifft er Papst Franziskus und den Ökumensichen Patriarchen Batholomäus in Istanbul. Er gilt als einer der Architekten des ersten Dokumentes, das 2011 Vatikan, Ökumenischer Rat der Kirchen und WEA gemeinsam unterzeichneten, ein Meilenstein der Kirchengeschichte. Die Tageszeitung ‚Die Welt‘ nennt ihn einen der drei führenden Experten in Sachen Religionsfreiheit und „des Papstes liebster Protestant“.

Schirrmacher tritt regelmäßig in Parlamenten, Obersten Gerichten und bei den Vereinten Nationen sowie der OSZE als Gutachter und Experte auf, so im Deutschen Bundestag, im House of Lords, im EU-Parlament, im US-Repräsentantenhaus und vor dem Obersten Gericht Brasiliens.

Er studierte Theologie in der Schweiz und den Niederlanden, Vergleichende Religionswissenschaft, Völkerkunde und Soziologie in Bonn und Kulturanthropologie in den USA. Er promovierte in Theologie (Dr. theol., Niederlande, 1985), in Kulturanthropologie (PhD, USA, 1989) und in Vergleichender Religionswissenschaft (Dr. phil., Universität Bonn, 2007) und erhielt 1996, 1997 und 2006 drei Ehrenpromotionen aus den USA und aus Indien.

Er hat über 100 Bücher verfasst und herausgegeben, die in 18 Sprachen übersetzt wurden. Zu den neuesten gehören Korruption (2014), Koran und Bibel (2017, 7. Aufl.), Unterdrückte Frauen (2013), Menschenrechte (2012), Menschenhandel (2011), Fundamentalismus (2010), Rassismus (2009) und Hitlers Kriegsreligion (2007).

Seine Biografie findet sich u. a. in Who’s Who in the World, Dictionary of International Biography, International Who’s Who in Distance Education, International Who is Who of Professio­nals, Who is Who in der Bundesrepublik Deutsch­land, 2000 Outstanding People of the 21st Century, 2000 Outstanding Intellectuals of the 21st Century, Kürschners Gelehrten-Kalender, Kürschners Deutscher Sachbuch-Kalender u. a.

Thomas Schirrmacher erhielt unter anderem folgende Ehrungen:

  • 1996 Ehrenpromotion, Whi­tefield Theological Se­minary, La­keland (FL), für seine „Ethik“ (2500 S.)
  • 1997 Ehrenpromotion, Cranmer Theological House, Shreveport (LA), USA, für die Verdienste um die Entwicklung alternativer Hochschulcurricula und um die Einheit der Christen
  • 2002 Ernennung zum ‚Man of Achievment‘ durch das International Biographical Center Oxford für die Verdienste um die Ethik der internationalen Entwicklung
  • 2006: Ehrenpromotion, ACTS University, Bangalore (Indien), für 20 Jahre Verdienste um die Einbindung sozialer Programme in die Hochschulausbildung in Indien
  • 2007: Franz-Delitzsch-Förderpreis für die Dissertation über Hitlers Kriegsreligion
  • 2008: Menschenrechtspreis ‚International Pro Fide Award‘ (von FoM Finnland verliehen in Pattaya, Thailand) für den Einsatz für Menschenrechte und Religionsfreiheit, insbesondere für Verfolgte im Irak
  • 2009: Distinguished Professor of Global Ethics and International Development an der William Carey University, Shillong, Meghalaya, Indien
  • 2016: Verdienstorden am Bande des Königlichen Hauses von Ghassan (Jordanien/Libanon)
  • 2017: Stephanus-Sonderpreis für Religionsfreiheit von der Stephanus-Stiftung (Frankfurt)


Ausführlichere Informationen: