Weltweite Evangelische Allianz begrüßt „Jesus Unites“

(Bonn, 28.11.2016) Der für die Beziehung der Kirchen untereinander zuständige stellvertretende Generalsekretär der Weltweiten Evangelischen Allianz, Thomas Schirrmacher, hat in einem Grußwort der WEA in der Freien Evangelischen Gemeinde in Bonn die Plattform JESUS UNITES gelobt und als vorbildlich für andere Länder bezeichnet. Sie leiste einen wichtigen Beitrag dafür, dass deutsche Kirchen, Gemeinden und Missionswerke vertrauensvoll mit der wachsenden Zahl von Migrantengemeinden, nicht-deutschsprachigen Gottesdiensten und multikulturellen Gemeinden zusammenarbeiten. Er dankte der Arbeitsgemeinschaft evangelikaler Missionen und der Deutschen Evangelischen Allianz für ihre Weitsicht und ihr Engagement weit über die eigenen Mitgliedsorganisationen hinaus.

Im Rahmen der in Bonn stattfindenden Konferenz der Region West betonte Schirrmacher, es habe dem wahren Glauben nie genützt, wenn Kirche nationalistisch und ethnisch begrenzt gedacht und gelebt habe. Der Glaube an Jesus Christus transzendiere alle Grenzen von Staaten, Sprachen und Kulturen, es gebe nur einen Leib Christi, der Menschen aller Staaten, Kulturen, Sprachen, aber auch Schichten und Milieus umfasse.

Der Staat, so Schirrmacher, könne und dürfe durchaus sicherstellen, dass alle Bürger etwa durch Kenntnis einer bestimmten Sprache in der Lage seien, am öffentlichen Leben teilzunehmen, beginnend beim Schulbesuch.

Die Kirche, die Gemeinde Jesu, habe aber eine andere Aufgabe von Gott zugewiesen bekommen, für die die Mehrheitssprache und -kultur zweitrangig sei. Die Reformation habe dafür gekämpft, dass Menschen Gott in ihrer Muttersprache anbeten dürfen und das Wort Gottes in ihrer Alltagssprache kennenlernen. Christen anderer Kulturen und Sprachen dürften und sollten auch auf deutschem Boden Gott in der Sprache verehren, die ihrem Herzen am nächsten ist oder für die sie sich selbst entscheiden würden. Es wäre absurd, Christen zu zwingen, Gott auf Deutsch anzubeten, weil sie in Deutschland sind. Auch das Gespräch über den Glauben mit Angehörigen ihrer eigenen Ethnie berühre so persönliche und tief verwurzelte Themen, dass es besser in der Muttersprache gelinge.

 

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