(Bonn, 18.11.2016) Der Präsident des Internationalen Rates der IGFM, Prof. Dr. Thomas Schirrmacher, hat der diesjährigen Preisträgerin des Franz-Werfel-Menschenrechtspreises der Stiftung Zentrum gegen Vertreibungen in der Frankfurter Paulskirche gratuliert, dass es ihr gelungen sei, getreu ihres „11. Gebotes: Du sollst dich erinnern“ deutlich zu machen, das massenhafte Menschenrechtsverletzung nicht vergessen werden dürfen, sondern erforscht und aufgearbeitet werden müssen, egal wer an wem schuldig geworden sei. Freya Klier erhielt den Preis aus der Hand der Vorsitzenden der Stiftung, Erika Steinbach, MdB, und dem Frankfurter Bürgermeister Uwe Becker.

Schirrmacher gratuliert der Preisträgerin

Die DDR-Bürgerrechtlerin hatte für ihren 1993 erschienen Film „Verschleppt ans Ende der Welt“ mit drei verschleppten Frauen Sibirien bereist und weitere Zeugen 1996 in ihrem gleichnamigen Buch zu Gehör gebracht. Mit ihrem 2014 erschienenen Buch „Wir letzten Kinder Ostpreußens“ nahm sie sich auch des Schicksals der von Flucht und Vertreibung betroffenen Kinder und ihrer oft bis ins hohe Alter nicht überwundenen Traumata an.

Schirrmacher gratulierte auch der Laudatorin, der jesidischen Journalistin Düzen Tekkal, mit der er kurz zuvor beim Deutschlandtag in Bonn gemeinsam in Sachen Religionsfreiheit auf dem Podium gesessen hatte. Die Laudatorin war ausdrücklich gebeten worden, Parallelen zwischen der Lage der Jesiden im Nahen Osten und der schwierigen Aufarbeitung ihrer Situation mit den Lebensthemen der Preisträgerin zu vergleichen. Sie stellte diese Vergleiche unter das Motto: „Verschiedene Zeiten, verschiedene Leben, gleiche Methoden.“ Dies gelte nicht nur für die Menschenrechtsverletzungen selbst, sondern auch für den Versuch, sie zu erforschen und öffentlich zu machen.

Die Preisträgerin bei Ihrer Dankesrede

Ausdrücklich begrüßte Schirrmacher auch die Eltern der Laudatorin und bezeichnete sie als leuchtendes Beispiel für Integration, da sie ihre Tochter bereits mit 4 Jahren in das Niedersächsische Parlament mitnahmen, um ihr zu zeigen, dass Deutschland ihre Freiheit ermögliche, weil es eine Demokratie sei. Die Laudatorin hatte gesagt, wie froh sie sei, als Dankeschön ihren Eltern nun die Mutter aller deutschen Parlamente, die Frankfurter Paulskirche, zeigen zu können.

 

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