Schirrmacher überbringt Grüße des WEA-Generalsekretärs

(Bonn, 29.08.2015) Anlässlich der Einweihung des neuen Genozid-Museums im libanesischen Byblos und der offiziellen Gedenkfeierlichkeiten der Armenisch-Orthodoxen Kirche zum Genozid vor 100 Jahren hat die Weltweite Evangelische Allianz (WEA) mehreren Patriarchen und Führern nahöstlicher Kirchen ihre volle Solidarität und Unterstützung versichert. In einem von dem Generalsekretär der WEA, Bischof Efraim Tendero (Philippinen), mitunterzeichneten Appell, den Thomas Schirrmacher verlas, forderte die WEA die weltweite Christenheit auf, gemeinsam zu verhindern, dass die christlichen Kirchen aus ihren Ursprungsgebieten vertrieben werden. Dazu sei eine Welle des Gebets, der öffentlichen Solidarisierung, aber auch Mobilisierung politischer Kräfte nötig.

Das Oberhaupt der Armenisch-Orthodoxen Kirche, Katholikos Aram I., schlug ebenfalls den Bogen vom Genozid an den Armeniern vor 100 Jahren zur Lage der Christen im Nahen Osten, die gegenwärtig „dramatisch geschüttelt“ würden. Viele gäben ein klares Zeugnis ihres Glaubens „im Leben und Sterben“. Er betonte seine Gewissheit, dass das letzte Wort „unser gemeinsamer Herr Jesus Christus“ habe und dankte für alle ökumenische Solidarität, vor allem im Gebet für die verfolgte Kirche.

Der griechisch-orthodoxe Patriarch von Alexandrien, Theodoros II., erläuterte am Beispiel eines armenischen Mädchens, was es heißt, als Christ einen Glauben von Vergebung und Nächstenliebe zu leben, trotz Verfolgung und Unterdrückung. Letztlich müsse die Antwort auch auf die aktuellen Herausforderungen der Christen im Nahen Osten aus dem Evangelium kommen.

Das neu eröffnete Museum befindet sich in den Räumlichkeiten eines früheren Waisenheimes mit Namen „Birds Nest“, das von amerikanischen und dänischen protestantischen Missionaren 1915 ins Leben gerufen wurde und von dem aus auf dem Höhepunkt etwa 132.000 armenische Waisenkinder versorgt wurden. Die Armenisch Orthodoxe Kirche will mit der Wahl des Platzes, wie der Katholikos erklärte, auch ihren großen Dank an Christen anderer Konfessionen deutlich machen, die mitgeholfen haben, das Überleben des armenischen Volkes zu sichern. Stellvertretend für die Nachkommen der Waisenkinder erinnerte Alecco Bezikian an seinen Vater, dessen Namen – Aram Bezikian – das Museum trägt.


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Downloads (Alle Fotos: © IIRF / Titus Vogt):

  • Foto 1: Feier zur Eröffnung des neuen Museums in Byblos
  • Foto 2: Erster Besuch des neuen Museums
  • Foto 3, Foto 6: Thomas Schirrmacher im Gespräch mit Alecco Bezikian
  • Foto 4Thomas Schirrmacher während seines Grußwortes; am Tisch (von links unten, entgegen dem Uhrzeigersinn): Chrysostomos II. (Erzbischof der Zyprisch-Orthodoxen Kirche), Abune Mathias (Patriarch der Äthiopisch-Orthodoxen Kirche), Béchara Pierre Kardinal Rai (Maronitischer Patriarch von Antiochien und des ganzen Orients), Katholikos Aram I. der Armenisch-Orthodoxen Kirche (Katholikat von Kilikien), Tawadros II. (Patriarch von Alexandrien und Papst der Koptisch-Orthodoxen Kirche), Theodoros II. (griechisch-orthodoxer Patriarch von Alexandrien), Kurt Kardinal Koch (Präsident des päpstlichen Rates für die Einheit der Christen), Mor Basilios Thomas I. (Katholikos von Indien der Syrisch-Orthodoxen Kirche)
  • Foto 5: Thomas Schirrmacher im Gespräch mit Erzbischof Chrysostomos II.
  • Foto 7: Vor der Hauptkirche des Katholikats von Kilikien in Antelias (bei Beirut), in der ersten Reihe von links nach rechts: Kurt Kardinal Koch, Erzbischof Chrysostomos II., Patriarch Abune Mathias, Katholikos Aram I., Papst Tawadros II., Katholikos Mor Basilios Thomas I., Patriarch Theodoros II.
  • Foto 8, Foto 9, Foto 10: Während des Gottesdienstes
  • Foto 11, Foto 12: Rosen werden zum Gedenken an die Opfer des Genozids am Mahnmal in Antelias niedergelegt
  • Foto 13, Foto 14, Foto 15, Foto 16: Konzert mit dem Libanesischen Philharmonischen Orchester unter der Leitung von Harout Fazlian zum Abschluss der zweitägigen Gedenkfeierlichkeiten im St. Marien Kloster in Bikfaya
 

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