Die Zahl der Religionswechsler vom Islam zum Christentum (oder im kleineren Umfang zum Atheismus) wird in vielen islamischen Ländern von keiner Statistik erfasst. In Bangladesch oder Iran – um nur zwei ganz offensichtliche Beispiel zu nennen – werden die Menschen in der Religionsstatistik mit ihrer Geburtsreligion geführt, auch wenn sie diese später verlassen.

Bild: Erzbischof (Patriarch) Anastasio von Albanien, der die zu niedrigen Amtlichen Zahlen der Christen in Albanien heftig kritisiert

Erzbischof (Patriarch) Anastasio von Albanien, der die zu niedrigen Amtlichen Zahlen der Christen in Albanien heftig kritisiert

Selbst in einem freieren Land wie Albanien wurde bei der Volkszählung durch Unregelmäßigkeiten erreicht, dass der Prozentsatz der Muslime höher als in Wirklichkeit ist. Viele orthodoxe Dörfer wurden gar nicht mitgezählt. Zum Christentum übergetretene Ex-Muslime gibt es demnach gar nicht, obwohl jeder doch frei deren Gottesdienste besuchen kann.

Selbst freie und sogar westliche Länder tun sich schwer, Religionswechsler in der Statistik zu erfassen. In Deutschland versuchen selbst die großen Kirchen, dass keine Zahlen zu Übertritten vom Islam zum Christentum bekannt werden. Über Jahre hinweg verfälscht das jede Statistik.

Deswegen gibt es in vielen islamischen Ländern viel mehr Christen, als die offizielle Statistik besagt, und insgesamt viel mehr Christen weltweit, als die offiziellen Statistiken besagen.

Da das aber zugleich ein Schutz für viele Christen in Ländern mit sehr eingeschränkten Menschenrechten ist, weil sonst schlafende Hunde geweckt würden, liefere ich hier keine konkreten Beispiele.

Oft sind die alteingesessenen Kirchen in den islamischen Ländern daran beteiligt, wollen sie doch nicht wahrhaben, dass sie gegenüber der Zahl der Konvertiten längst in der Minderzahl sind, wie im Iran und in Pakistan. Oder sie wollen ihre staatlichen Privilegien, so gering sie de facto oft auch sind, nicht verlieren. Ich habe beste Kontakte zu diesen historischen Kirchen, verstehe aber ihre Abneigung, ja oft Feindschaft gegen die Konvertiten aus der islamischen Welt meist nicht.

 

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