Aus Anlass des Rücktritts des palästinenschen Ministerpräsidenten Dr. Salam Fayyad am 13.5.2013, den ich sehr bedauere, erlaube ich mir die folgende Meldung vom März 2002 einzustellen, die von meiner Begegnung mit Dr Fayyad berichtet. Im nächsten Blog folgt dann meine dabei gehaltene Rede, im übernächsten Blog ein damals gegebenes Interview zur Lage im Heiligen Land.

Weltweite Evangelische Allianz fördert Friedensgespräche im Heiligen Land

Im Gespräch mit Premierminister Salam Fayyad

Im Gespräch mit Premierminister Salam Fayyad

(Bonner Querschnitte 201, Nr. 7/2012, Bonn, 25.03.2012) Der Vorsitzende der Theologischen Kommission der Weltweiten Evangelischen Allianz hat in seinem Grußwort an den anwesenden Ministerpräsidenten der Palästinensischen Autonomiegebiete, Dr. Salam Fayyad, und zur Eröffnung der Konferenz ‚Christ at the Checkpoint‘ Evangelikale aufgefordert, die Gräben im Heiligen Land nicht zu vergrößern, sondern zu beweisen, dass Evangelikale über alle Grenzen hinweg Versöhnung und Frieden schaffen können. „Wenn wir das nicht unter uns können, die wir alles Grundlegende gemeinsam haben“, so Schirrmacher, „wie soll es dann die zersplitterte Christenheit vor Ort schaffen und wie soll es dann erst Frieden geben, wenn Muslime, Juden, Christen und Atheisten gemeinsam nach einer politischen Lösung suchen?“ Wenn Jesu Gebot, seine Feinde zu lieben, noch nicht einmal innerhalb der Evangelikalen und der Christen umgesetzt werde, könne es seine segensreiche Wirkung wohl kaum unter Menschen entfalten, die wirkliche oder gar bewaffnet Feinde seien.

Dass auf der Konferenz messianische Juden und palästinensische Christen sowie Christen unterschiedlichster eschatologischer Positionen ins Gespräch kämen, könne vorübergehend die Auseinandersetzung sogar verstärken, so Schirrmacher, wie oft, wenn man seine Positionen im direkten Gespräch auf den Tisch legte. Es sei aber der einzige Weg, sich nicht nur pragmatisch näher zu kommen, sondern auch uralte Positionen zu revidieren.

Im Rahmen der Konferenz kam es auch zu einem Strategietreffen von Schirrmacher mit dem Vorstand des Zusammenschlusses aller evangelikalen Gemeinden in den Palästinensischen Autonomiegebieten unter Leitung von Dr. Munir Salim Kakish, Vorsitzender des Council of Local Evangelical Churches on the Holy Land und Pastor in Ramallah.

Die Weltweite Evangelische Allianz (WEA) hat an der Stadtmauer Jerusalems einen Botschafter für das Heilige Land („WEA Ambassador to the Holy Land“), Harm Tees, stationiert. Bei der Konferenz waren neben Tees auch noch der Direktor der Friedensinitiative der WEA („Director of WEA Peace and Reconciliation Initiative“), Steve Tollestrup aus Neuseeland, vertreten. Außerdem hielt der Vorsitzende des Internationalen Rates der WEA, der Koreaner Dr. Sang-Book David Kim, einen Vortrag.

Schirrmacher hatte zuvor zusammen mit seiner Ehefrau, der Islamwissenschaftlerin Prof. Dr. Christine Schirrmacher, und der Leitung des Martin Bucer Seminars mit Genehmigung der islamischen Waqf-Behörde und des Mufti von Jerusalem den Tempelberg und seine Moscheen besucht. Diese Genehmigung wird gegenwärtig nur noch sehr selten erteilt.

Im Rahmen einer archäologischen Studienreise des Martin Bucer Seminars traf das Ehepaar auch mit führenden Archäologen wie dem Direktor des ‚Schrein des Buches‘, Prof. Dr. Adolf Rotman, dem Entdecker der David-Inschrift und Direktor der Archäologischen Abteilung des Hebrew Union College, Prof. Dr. David Ilan, und dem Leiter des ‚Temple Mount Sifting Project‘, Prof. Dr. Gabriel Barkay, zusammen. Die Genannten führten auch Dozenten und Studenten des Martin Bucer Seminars in die neuesten Funde ihrer Ausgrabungen ein. Zusammen mit dem Leiter der Sylter Bibelausstellung, Alexander Schick, der die Reise organisiert hatte, wurden der Israelischen Bibelgesellschaft in Jerusalem für deren Ausstellung hochwertige Faksimiles übergeben.

 

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