(Bonn, 06.11.2012) Bei der Tagung der Deutschen Gesellschaft für Missionswissenschaft (DGMW) DGMW in Kooperation mit der Evangelischen Akademie der Pfalz und der (evangelischen) Akademie Chateau du Liebfrauenburg in Liebfrauenberg im Elsass 20. bis 22. September 2012 mit dem Titel „Pluralistische Religionstheologie: Sackgasse – Herausforderung – gemeinsame Verpflichtung?“, stellte der Vorsitzende des Arbeitskreises für evangelikale Missiologie e. V. der Deutschen Evangelischen Allianz, Thomas Schirrmacher, den ökumenischen Ethikkodex für Mission „Christliches Zeugnis in einer multireligiösen Welt“ vor, der 2006–2011 gemeinsam von dem Päpstliche Rat für die Religionen, dem Weltkirchenrat und der Weltweiten Evangelischen Allianz erarbeitet und am 28.6.2011 in Genf der Öffentlichkeit vorgestellt worden war. Zur Zusammenarbeit der ehemaligen Kontrahenten sagte Schirrmacher wörtlich: „Wenn die eine Seite Mission nicht in Frage stellt und die andere Seite klarstellt, dass Mission kein Freibrief für jede Art von Propaganda ist, sondern sie immer eingebundenen ist in alle anderen ethischen Grundprinzipien des christlichen Glaubens, gibt es eine sinnvolle Basis für das Gespräch.“

Schirrmacher berichtete auch von Ländern wie Indien, Niederlande oder Kanada, in denen sich entsprechend der globalen Zusammensetzung auf nationaler Ebene Katholische Kirche, Nationaler Kirchenrat und Nationale Evangelische Allianz getroffen, das Dokument diskutiert und dann angenommen oder in eigenen Erklärungen an die örtliche Situation angepasst haben.

Dadurch werde sowohl das Thema des Verhältnisses von Mission und Ethik weltweit etabliert, als auch eine neue Breite ökumenischer Treffen auch auf nationaler Ebene ermöglicht.

Der Ethikkodex spielte auch am Rande der Synode der Katholischen Kirche eine Rolle, da die drei globalen Körperschaften Gespräche darüber führten, wie der Kodex fortgeschrieben werden kann und welche weiteren gemeinsamen Erklärungen man angehen solle. Schirrmacher erklärte nach den Gesprächen, dass es erfreulich sei, dass die erste gemeinsame Erklärung keine Eintagsfliege bleiben werde, sondern weltweite Wirkung entfalte und zu weiteren Erklärungen zu anderen brennenden Themen führe.

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