1948 bis 1970 wurden 850.000–1.000.000 Juden aus arabischen Ländern vertrieben, wo sie zuvor friedlich Jahrhunderte lang gelebt hatten. Während von den Palästinensern täglich in den Medien die Rede ist und die Forderung erhoben wird, dass die Enkel und Urenkel der einst vertriebenen Palästinenser in ihre Heimat zurückkehren müssen, redet von den betroffenen Juden niemand mehr. Die 1976 gegründete Organisation ‚World Organisation of Jews from Arab Countries‘ wird nirgends ernst genommen, obwohl viele Betroffene bis heute nur unfreiwillig in Israel oder den USA leben. Hier wird mit zweierlei Maß gemessen.

In rasantem Tempo schreitet die Vertreibung der alteingesessenen christlichen Minderheiten in der islamischen Welt voran, die oft länger in den Ländern existierten, als es den Islam überhaupt gibt. So sehr das verhehrende Ergebnis des Irakkrieg von George W. Bush vorhersehbar war – wenn die islamischen Terroristen gegen die Amerikaner nicht gewinnen können, suchen sie sich das einzige erreichbare Ziel für einen kleinen Sieg, die friedlichen und in Verteidigung ungeübten Christen, – so sehr setzen die Terroristen und die ihnen nichts entgegensetzende irakische Regierung nur fort, was seit über 100 Jahren im Gange ist.

Darüber wird oft eine ebensolche Tragödie vergessen: Die Vertreibung der Juden aus den islamischen Ländern. Ihr Zahl ist insgesamt geringer als bei den Christen, ihr Prozentsatz höher, ja meist nahe an 100%. Nordafrika, Ägypten, Syrien, Libanon, Jemen und Irak hatten einst Jahrhunderte alte, blühende jüdische Bevölkerungen, die heute fast völlig verschwunden sind.

Im Irak lebten 1948 135.000 Juden, heute sind es 10!

 

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