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Der Internationale Rat für evangelikale theologische Ausbildung (ICETE) wird bei seiner bevorstehenden globalen theologischen Beratungskonferenz rund 500 Ausbilder aus über 90 Ländern zusammenbringen, die mehr als 200 verschiedene Dienste vertreten. Das Thema lautet „Formale und nicht-formale theologische Ausbildung: Jenseits des Dialogs“. Die Konsultation zielt darauf ab, die Kluft zwischen den verschiedenen Ansätzen der theologischen Ausbildung zu überbrücken und die vielen bestehenden Programme zu mobilisieren, um gemeinsam auf den wachsenden Bedarf an Ausbildung für Pastoren und Gemeindeleiter zu reagieren.

Die Veranstaltung, die 18. Globale Konsultation des ICETE, findet vom 14. bis 18. November 2022 in Izmir (Türkei) statt und baut auf Online-Konsultationen und Treffen auf, die während der Pandemie stattgefunden haben. Diese trugen dazu bei, verschiedene Perspektiven zusammenzutragen, wie man auf den Bedarf an theologischer Ausbildung reagieren kann, insbesondere in Regionen, die in den letzten Jahren ein massives Gemeindewachstum erlebt haben. Die persönlichen Beratungsgespräche sollen nun „über diesen Dialog hinausgehen“ und praktische Ansätze und Lösungen entwickeln.

„Frei nach Jesu Ausspruch über den Sabbat (Markus 2,27): Die Ausbildungsstätten sind für den Menschen gemacht, nicht der Mensch für die Ausbildungsstätten. Die institutionellen Formen und Wege der Bildung müssen sich an der Lebenswirklichkeit der Gläubigen und der Gemeinden rund um den Globus orientieren“, kommentierte Bischof Dr. Thomas Schirrmacher, Generalsekretär der Weltweiten Evangelischen Allianz (WEA), und fügte hinzu:

„ICETE nimmt diese Herausforderung an und koordiniert das globale Streben nach einer Diversifizierung der Bildungsmethoden, die zukünftige Führungskräfte effektiv lehren, ihren Glauben an Jesus Christus und die Heilige Schrift in allen Lebensbereichen umzusetzen. Als WEA können wir nur sagen: Danke!“

Dr. Michael Ortiz, Internationaler Direktor des ICETE, schloss sich diesen Worten an:

„Die Kirche braucht Führungspersönlichkeiten und Pastoren, und wir können uns nicht darauf verlassen, dass ein einzelner Bereich der theologischen Ausbildung oder ein einzelnes Programm die Herausforderungen auch nur annähernd bewältigen kann.“

„Ich habe festgestellt, dass die Bezeichnungen formal und nicht-formal weltweit die Standardbegriffe für die theologische Ausbildung (TA) sind, und wenn diese Begriffe angeführt werden, führt dies unweigerlich zu Abgrenzung und Barrieren, um die eigene Programmform zu verteidigen und durchzusetzen. Der Wille zum Wettbewerb nimmt überhand und entfernt uns in der TA weiter von der Gemeinde und von der biblischen Funktion und Zielsetzung der TA“,

fügte Ortiz hinzu und erklärte:

„Solange diese zentrale Herausforderung nicht angegangen wird, wird die Gemeinde weiterhin um eine wirksame Leitung ringen müssen. ICETE C-22 will alle Formen zusammenbringen, das, was polarisiert, beiseite legen und echte Gemeinschaft und Zusammenarbeit aufbauen. Das sind wir der Braut unseres Herrn schuldig.“

Mehrere mit der WEA verbundene Organisationen werden an der Konferenz teilnehmen, darunter die Missionskommission der WEA, Re-forma, Increase und die Galileische Bewegung sowie zahlreiche evangelikale Ausbildungsstätten, Institutionen und Bewegungen.

Dr. Theresa Lua, Direktorin des WEA Global Theology Department und zugleich Generalsekretärin der Asiatischen Theologischen Vereinigung (ATA), kommentierte:

„Die WEA engagiert sich für diese Konferenz wegen ihrer Relevanz für die strategische Schwerpunktaufgabe der WEA, starke nationale Allianzen rund um den Globus aufzubauen. Die WEA ist bestrebt, Führungspersönlichkeiten beim Aufbau und der Mobilisierung von Gemeinden zu unterstützen, damit diese in ihrem Zeugnis für Christus und bei der Förderung des Reiches Gottes eine größere Wirkung erzielen. ICETE bringt die wichtigsten Akteure der theologischen Ausbildung zusammen, sowohl in der formalen als auch in der nicht-formalen Ausbildung, um gemeinsam auf die gemeinsame Agenda hinzuarbeiten, Pastoren und Leiter für die Mission der Kirche in der Welt auszurüsten.“

Die Konsultationskonferenz umfasst sechs Arbeitseinheiten am Vormittag, eine Reihe von Workshops am Nachmittag, sowie gemeinsame Abende, „bei denen wir bekennen, wo die theologische Ausbildung versagt hat, und uns darüber freuen, wo sie der Gemeinde gute Dienste geleistet hat, und an denen wir gemeinsam Gottesdienst feiern“.

Der ICETE, der ursprünglich, vor mehr als vierzig Jahren, aus der WEA hervorging, hat sich seitdem zu einem globalen Zentrum für die evangelikale theologische Ausbildung entwickelt. Sein Netzwerk bietet Ausbildungsprogramme in 113 Ländern an und wird in erster Linie von sieben regionalen Verbänden theologischer Schulen betreut. Die Organisation ist bestrebt, den internationalen Austausch und die Zusammenarbeit zwischen all jenen zu fördern, die sich für die Verbesserung der evangelikalen theologischen Ausbildung weltweit einsetzen. Seine Vision ist es, die globale Vernetzung zu beschleunigen, um die theologische Ausbildung weltweit zu verbessern, bis jede Gemeinde in der Lage ist, den Auftrag Christi zu erfüllen. ICETE ist mit dem Global Theology Department der WEA verbunden.

 

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