Mir ist in Arusha bewusstgeworden, dass die Unterscheidung in evangelikal/nicht evangelikal in weiten Teilen der Erde keinen Sinn macht und die alten evangelischen Kirchen so missionarisch und lebendig sind wie lange nicht mehr. Ihr Wunsch, Missionare nach Europa zu schicken, ist groß. Vielleicht konnen sie da ja ihre einstigen Mutterkirchen gleich mit ins Visier nehmen, dort, wo diesen der Wunsch, andere zu einem Leben mit Jesus Christus zu führen, peinlich geworden ist …

Thomas Schirrmacher

Keine Vermischung des biblischen Evangeliums

Zum Leserbrief ,,Ökumene – der Verlust des wahren Evangeliums?” von Dr. Wolfgang Nestvogel (idea Spektrum, Nr. 12, S. 43) sowie zur Meldung ,,Christen sollten die Bibel Iesen, statt zu ökumenischen Treffen zu gehen“ (auf idea.de)

Wolfgang Nestvogel behauptet, die Weltweite Evangelische Allianz habe in ihren neuen Texten die Grenze zwischen dem biblischen Evangelium und der Werkgerechtigkeit vermischt. Das ist üble Nachrede, wie zum Glück jeder selbst nachschauen kann, da idea die neue gemeinsame Erklärung der Weltweiten Evangelischen Allianz und des Päpstlichen Rates für die Einheit der Christen in deutscher Übersetzung zum Download zur Verfügung gestellt hat. Wer wissen will, wie ich als der für die ökumenischen Beziehungen Zuständige zum Thema stehe, möge bitte erst mein Buch ,,Der Ablass“ lesen und dann urteilen.

Johannes Vogel empfiehlt, Iieber die Bibel zu lesen, als ökumenische Großveranstaltungen zu besuchen. Ich Iese meine Bibel täglich, im Urlaub ebenso wie auf beruflichen Reisen, und ich Iese sie besonders gerne vor Großveranstaltungen. Und bei ökumenischen Dialogen geht es gerade um Gespräche mit aufgeschlagenen Bibeln in der Hand. Oder was sonst meint man, tun wir bei solchen Gesprächen, die sich, wie die oben genannten, fünf Jahre hinziehen

Thomas Schirrmacher, Weltweite Evangelische Allianz, Leiter des ,,Department for Theological Concerns“, das auch alle ökumenischen Kontakte der WEA wahrnimmt, 53111 Bonn.

 

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