Die Tageszeitung DIE WELT hat über meine in der Zeitschrift „Evangelische Verantwortung“ des EAK der CDU/CSU heute folgendes berichtet (Quelle: DIE WELT):

Streit um staatlich gefördertes Antirassismus-Projekt
Von Till-R. Stoldt

Berlin – Evangelische Christen in der Union sehen politische und religiöse Einseitigkeiten bei einer staatlich geförderten Kampagne gegen Rassismus in der Schule. Nach Ansicht des Evangelischen Arbeitskreises der CDU/CSU (EAK) erteilt das Projekt ,Schule ohne Rassismus‘ (SoR) Millionen deutschen Schülern Lektionen wie die, dass Israel von jeher Streit bedeute, dass es rechtspopulistisch sei, sich auf die christliche Tradition zu berufen, und dass es Jesus an Feindesliebe gemangelt habe. Die SoR-Aufklärungsarbeit mit Unterrichtsmaterialien und Zeitschriften wird vom Bundespresseamt und der Bundeszentrale für politische Bildung als Beitrag zum antirassistischen Engagement an Schulen gefördert.

Der EAK-Vorsitzende Thomas Rachel sagte der WELT, es sei „nicht akzeptabel, dass die öffentlich geförderte Initiative ,Schule ohne Rassismus‘ durch Zahl und Inhalt ihrer Publi-kationen der negativen Religionskritik Vorrang’ einräume. „Wie das Christentum hier dargestellt wird“, so Rachel, „hat mit dem Leben der Christen in Deutschland nichts zu tun und ist verunglimpfend. Wer beansprucht, gegen Vorurteile und Rassismus aufzuklären, faktisch aber neue Vorurteile aufbaut, muss sich die Frage gefallen lassen, ob er weiterhin mit öffentlichen Geldern finanziert werden kann.“

Ähnlich kritisch äußert sich der Religionswissenschaftler Thomas Schirrmacher. Für den Evangelischen Arbeitskreis verfasste er ein Gutachten zum Lehrmaterial von ,Schule ohne Rassismus‘ (gekürzt nachzulesen auf www.eak-cducsu.de). Darin urteilt er, im SoR-Material werde Rassismus „überwiegend den Religionen, allen voran dem Christentum zugeschrieben“. Christendiffamierung und an Antijudaismus grenzende Tendenzen seien unverkennbar. Mal werde die Berufung auf christliche Traditionen oder wertkonservative Positionen als ,Rechtspopulismus‘ bezeichnet, mal die Demokratiefeindlichkeit theologisch konservativer Christen behauptet. Nur vom Islam werde gesagt, er sei keine aggressive Religion.“

Obendrein werde zwar nahezu jede Diskriminierungsform thematisiert – von der Unterdrückung der Sinti und Roma bis zur Islamophobie –, doch der Hass auf Christen werde ignoriert, obwohl die OSZE seit Langem fordere, ihn so ernst zu nehmen wie die Diskriminierung von Juden und Muslimen. Diese Unausgewogenheit unterscheide das deut-sche SoR-Projekt von verwandten Bewegungen in anderen Ländern Europas, in denen tatsächlich der Kampf gegen Rassismus im Zentrum stehe.

Das Inhaltsverzeichnis der Ausgabe 3/4/2009 der Zeitschrift „Evangelische Verantwortung“ findet sich hier. Die Kurzfassung findet sich in der pdf-Fassung der Zeitschrift „Evangelische Verantwortung“ hier. Die Langfassung findet sich auf der Webseite des EAK der CDU/CSU hier.

Hier finden sich weitere Pressemeldungen zu meinem Beitrag:

 

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