Das Internationale Institut für Religionsfreiheit (IIRF) freut sich, die Eröffnung einer neuen Niederlassung in Vancouver in Partnerschaft mit dem Religion in Canada Institute (RCI) der Trinity Western University (TWU) bekannt zu geben. Das neue Büro wird von Prof. Dr. Janet Epp-Buckingham geleitet und konzentriert sich auf die Situation der Religionsfreiheit in Nordamerika. Dadurch deckt das IIRF nunmehr fünf Regionen in der Welt ab.

IIRF Vancouver wird repräsentiert von Janet Epp Buckingham. Paul Rowe ist Co-Direktor des TWU Religion in Canada Institute. © TWU

IIRF Vancouver wird repräsentiert von Janet Epp Buckingham. Paul Rowe ist Co-Direktor des TWU Religion in Canada Institute. © TWU

Prof. Dr. Christof Sauer, einer der Gründungsdirektoren des IIRF, kommentierte:

„Wir freuen uns, dass dem IIRF durch die Partnerschaft mit dem RCI ein neues Büro für eine wichtige globale Region zuwächst. Bei der Gründung des IIRF im Jahr 2006 begannen wir mit Vertretungen in Europa, Afrika und Asien, und 2017 kam ein Lateinamerika-Büro hinzu. Es war höchste Zeit, nun eine ständige Vertretung in Nordamerika hinzuzufügen.“

Das IIRF ist ein Netzwerk von Professoren, Forschern, Akademikern, Spezialisten und Universitäts-Einrichtungen aus allen Kontinenten unter dem Dach der Weltweiten Evangelischen Allianz (WEA). Die Vertretungen vor Ort arbeiten daran, zuverlässige Daten über Verletzungen der Religionsfreiheit weltweit zu analysieren. Sie bemühen sich auch, Themen der Religionsfreiheit in Hochschulprogramme und Lehrpläne einzubringen, insbesondere in den Bereichen Recht, Soziologie, Religionswissenschaft und Theologie. Das IIRF ist der Herausgeber des International Journal for Religious Freedom (IJRF). Der neue Standort in Vancouver (IIRF-V) ergänzt die Zweige in Brüssel, Colombo, Delhi, Kapstadt, Brasilia und Tübingen.

Die Partnerschaft zur Gründung des IIRF-V wurde durch eine Absichtserklärung mit dem RCI der TWU formalisiert, einem interdisziplinären Forschungszentrum von Wissenschaftlern an der Trinity Western University, die die vielseitige Rolle von Religion in Kanada für Kultur, Einzelne und soziale Institutionen verstehen wollen. Es ist ein offizielles Universitätsinstitut, das 2007 gegründet wurde und von den TWU-Professoren Janet Epp-Buckingham und Paul Rowe als Co-Direktoren geleitet wird.

Epp Buckingham, Sauer und Schirrmacher bei der IIRF Researchers Consultation 2013 © BQ/Thomas Schirrmacher

Epp Buckingham, Sauer und Schirrmacher bei der IIRF Researchers Consultation 2013 © BQ/Thomas Schirrmacher

„Das Studium der Religionsfreiheit ist in eine entscheidende Phase eingetreten, in der Wissenschaftler begonnen haben, darüber zu debattieren, wie wesentlich und wichtig diese zentrale Freiheit für die heutigen Gesellschaften ist“, sagte Rowe. „An diesem Punkt der Geschichte ist es entscheidend, dass gläubige Menschen lernen, zu artikulieren, warum die Religionsfreiheit so wichtig ist und was sie für die weitere Ausdehnung der Freiheit in Nordamerika und in der ganzen Welt bedeutet.“

„Die Angliederung an das IIRF wird unser Forschungsnetzwerk und unsere Kapazitäten zu Fragen der Religionsfreiheit für Minderheiten auf der ganzen Welt erweitern“,

kommentierte Dr. Epp-Buckingham, die kürzlich auch zur Direktorin der WEA für weltweite Advocacy-Arbeit ernannt wurde.

„Wir sind nun mit einem globalen Netzwerk von Wissenschaftlern zum Thema Religionsfreiheit verbunden.“

Zu Dr. Epp-Buckinghams Ernennung kommentierte Dr. Sauer:

„Wir freuen uns sehr, dass Prof. Dr. Janet Epp-Buckingham das IIRF-Büro in Vancouver vertreten wird. Sie ist eine langjährige und vertrauenswürdige Partnerin des IIRF, die erstmals 2011 im International Journal for Religious Freedom (IJRF) publiziert hat. Sie trat hervor durch ihre Veröffentlichung einer Zusammenfassung der ersten vom IIRF initiierten Internationalen Konsultation zur Erforschung der Religionsfreiheit im Jahr 2013. 2019 übernahm sie die Leitung der Redaktion des IJRF. Wir wissen ihren Erfolg bei der Reaktivierung der Zeitschrift zu schätzen.“

„Paul Rowe ist auch kein Unbekannter für das IIRF, da er 2014 als renommierter Experte für den Nahen Osten im IJRF publiziert hat“, fügte Sauer hinzu und sagte: „Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern in Nordamerika, die bereit sind, mit denen in anderen Teilen der Welt auf Augenhöhe zusammenzuarbeiten.“

Schirrmacher und Sauer bei einem IIRF Redaktionstreffen © BQ/ Thomas Schirrmacher

Prof. Dr. Thomas Schirrmacher, der als Direktor des IIRF arbeitete und nun als Generalsekretär die Leitung der WEA übernommen hat, drückte seine Wertschätzung für die Partnerschaft aus, die das allgemeine Engagement der WEA im Bereich der Religionsfreiheit stärken wird.

„Die WEA hat nun ihre Advocacy-Aktivitäten in einer Abteilung gebündelt. Unsere Arbeit, um der verfolgten Kirche zu helfen, unsere Institutionen für Religionsfreiheit und die Verteidigung der Menschenrechte sowie alle unsere UN-Büros in New York, Genf und Bonn kommen unter dem Dach von Global Advocacy zusammen. Diese Institutionen und Aktivitäten haben eine unterschiedliche Geschichte in verschiedenen Abteilungen und haben auf ihre eigene Art und Weise Beiträge geleistet. Die neue Struktur wird sie stärken, da sie von einer direkteren Zusammenarbeit profitieren werden“, sagte Schirrmacher und fügte hinzu: „In den letzten drei Jahrzehnten hat Janet Epp-Buckingham mit den meisten dieser Aktivitäten zu tun gehabt und ist daher gut darauf vorbereitet, aus einer tatkräftigen Mitarbeiterschaft und betriebsamen Organisationen eine Einheit zu bilden. Sie hat Erfahrung durch ihre Lobbyarbeit für ihre eigene nationale Allianz, sie vertrat die WEA bei der UNO und war auch an globalen Kampagnen beteiligt.“

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