Württembergische Landessynode begrüßt Studienprozess der Weltweiten Evangelischen Allianz

Der Direktor des Internationalen Instituts für Religionsfreiheit (IIRF) der Weltweiten Evangelischen Allianz, Prof. Dr. Dr. Thomas Schirrmacher, gab bekannt, dass eine internationale theologische Erklärung zur Christenverfolgung im Entstehen ist.

Schirrmacher, Howell, Murdoch, Sauer (Richard Howell ist Generalsekretär der Asiatischen Evangelischen Allianz)

Schirrmacher, Howell, Murdoch, Sauer (Richard Howell ist Generalsekretär der Asiatischen Evangelischen Allianz)

Sie soll eine evangelische Interpretation von Leiden, Verfolgung und Martyrium um Christi willen enthalten.

Die Erklärung geht aus einem internationalen Studienprozess hervor, der von dem stellvertretenden Direktor des Instituts, Dr. Christof Sauer (Kapstadt, Südafrika), im Auftrag der Kommission für Religionsfreiheit der Weltweiten Evangelischen Allianz koordiniert wird.

Bisheriger Höhepunkt des konsultativen Prozesses war eine Tagung, die vom 16.–18. September 2009 in Bad Urach stattfand. Es nahmen knapp 30 Theologen aus 5 Kontinenten teil.

Die Präsidentin der Württembergischen Ev. Landesynode Dr. Christel Hauding im Gespräch mit Dr. Sauer und Dr. Schirrmacher

Die Präsidentin der Württembergischen Ev. Landesynode Dr. Christel Hauding im Gespräch mit Dr. Sauer und Dr. Schirrmacher

Laut Dr. Richard Howell, Co-Moderator der Tagung und Generalsekretär der Asiatischen Evangelischen Allianz, stellt dies den ersten internationalen Austausch dieser Art dar, da das Thema bislang nur vereinzelt auf nationaler oder kontinentaler Ebene aufgegriffen worden war.

Die Präsidentin der Württembergischen Evangelischen Landessynode, Dr. Christel Hausding, grüßte die Tagungsteilnehmer im Auftrag des Landesbischofs Dr. Frank July. Hausding wörtlich:

„Ich danke Ihnen sehr, dass Sie zu diesem Anliegen die wichtige theologische Grundlagenarbeit leisten.“

Wer im Westen Deutschlands aufgewachsen sei, habe sich bisher nicht vorstellen können, dass auch dort Christen öffentlich diffamiert werden.

Der Tagungskoordinator, Dr. Sauer, deutete einige Grundlinien der Erklärung an:

„Als Christen wollen wir mit jedermann in Frieden leben. Wir suchen auch nicht das Leiden, aber wenn unser Zeugnis für Christus zu Verfolgung führt, sind wir bereit, für Christus zu leiden. Zugleich wenden wir uns öffentlich gegen Verfolgung von Christen und Anhängern anderer Religionen und berufen uns auf die Menschenrechte in der Auseinandersetzung mit Ungerechtigkeit und Systemen der Unterdrückung.“

Teilnehmer am Studienprozess in Bad Urach aus Afrika, Arabien und Australien

Teilnehmer am Studienprozess in Bad Urach aus Afrika, Arabien und Australien

Der Vorstandsvorsitzende des Internationalen Instituts für Religionsfreiheit, Pfr. Dr. Paul Murdoch, betonte die unterstützende Rolle des Instituts:

„Das IIRF vernetzt akademische Forschung international und dient der weltweiten Kirche und ihrem missionarischen Auftrag“.

So führte dieser Studienprozess erstmals zu einer breiten Zusammenarbeit mit den Kommissionen für Religionsfreiheit, Theologie und Mission sowie der Theologischen Arbeitsgruppe der Lausanner Bewegung für Weltevangelisation. Das Projekt versteht sich als Zuarbeit für den dritten Lausanner Kongress für Weltevangelisation, der 2010 in Kapstadt stattfinden wird.

Die Erklärung und eine Veröffentlichung der Tagungsreferate werden Anfang 2010 erwartet.Schirrmacher, Howell, Murdoch, Sauer (Richard Howell ist Generalsekretär der Asiatischen Evangelischen Allianz)” width=”300″ height=”225″ /> Schirrmacher, Howell, Murdoch, Sauer (Richard Howell ist Generalsekretär der Asiatischen Evangelischen Allianz)[/caption]It’s aim is to develop an evangelical theology of suffering, persecution and martyrdom for the global church in mission.

The declaration emanates from an international consultative process, coordinated by the co-director of the institute, Dr. Christof Sauer (Cape Town, South Africa) on behalf of the Religious Liberty Commission of the World Evangelical Alliance.

The climax so far has been a consultation which took place on September 16-18, 2009, in Bad Urach, Germany. About 30 theologians from 5 continents participated.

According to Dr. Richard Howell, co-convenor of the consultation and General Secretary of the Asian Evangelical Alliance, this is the first international exchange of this kind, as the topic has so far been discussed only rarely on a national or continental level.

Die Präsidentin der Württembergischen Ev. Landesynode Dr. Christel Hauding im Gespräch mit Dr. Sauer und Dr. Schirrmacher

Die Präsidentin der Württembergischen Ev. Landesynode Dr. Christel Hauding im Gespräch mit Dr. Sauer und Dr. Schirrmacher

The president of the Synod of the Evangelical-Lutheran Church in Württemberg, Dr. Christel Hausding presented greetings to the consultation participants on behalf of Bishop Dr. Frank July. Hausding said:

“I thank you very much, that you are providing the important theological ground work on this issue.”

People growing up in the West of Germany are surprised to learn, that even there/here?, Christians can suffer public defamation, as has recently happened.

The convenor of the consultation, Dr. Sauer gave some indication of the outline of the declaration:

“As Christians we want to live in peace with everybody. We are actually not seeking suffering, but when our witness for Christ is leading to persecution, we are ready to suffer for Christ. At the same time we are publicly speaking up against persecution of Christians and adherents of other religions and we are opposing injustice and systems of oppression on the basis of human rights.”

Teilnehmer am Studienprozess in Bad Urach aus Afrika, Arabien und Australien

Teilnehmer am Studienprozess in Bad Urach aus Afrika, Arabien und Australien

The chairman of the International Institute for Religious Freedom, Rev Dr. Paul Murdoch emphasized the enabling role of the institute:

“The IIRF is establishing a network of academic research on a global level. This study process has exciting potential to serve the global church in mission”.

This consultative process has led to a uniquely broad cooperation between the WEA Commissions for religious liberty, theology and mission as well as the Theological Working Group of the Lausanne Committee for World Evangelization. The project aims to feed in to the Third Lausanne Congress for World Evangelization to be held in Cape Town in 2010.

The declaration and a publication of the consultation papers are expected early in 2010.