WEA-Generalsekretär gratuliert dem UN-Umweltprogramm zum 50. Jahrestag und bezeichnet die UN-Organisation als „Pionier bei der Einbeziehung religiöser Gruppen“

Der Generalsekretär der Weltweiten Evangelischen Allianz (WEA), Bischof Dr. Thomas Schirrmacher, sprach dem Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) im Rahmen einer Festveranstaltung im Anschluss an die UN-Umweltversammlung in Nairobi (Kenia) seine Glückwünsche zum 50-jährigen Bestehen aus. Schirrmacher, der eingeladen war, im Namen aller Glaubensgemeinschaften zu sprechen, bezeichnete das UNEP als Pionier unter den UN-Organisationen und UN-Einrichtungen, der die Bedeutung gläubiger Menschen bei der Bewältigung globaler Probleme erkannt hat.

„Ihre Bereitschaft, einen Vertreter einer großen weltweiten Glaubensgemeinschaft zur Teilnahme an diesem Leadership-Dialog einzuladen, ist eine wichtige Botschaft an sich“, sagte Schirrmacher. „Historisch gesehen war UNEP unter den Organisationen und Einrichtungen der Vereinten Nationen ein Vorreiter in der Erkenntnis, dass Glaube, Werte und Ethik nicht ignoriert werden können, wenn wir die Ursachen der dringlichen Krisen unserer Zeit erforschen und Lösungen dafür suchen.“

„Die Faith for Earth-Initiative des UNEP ist eine Erfolgsgeschichte. Für die Mitglieder von Faith for Earth ist sie mittlerweile weit mehr als eine ‚Initiative‘. Faith for Earth ist ein Bekenntnis vieler Glaubensgemeinschaften, dass Glauben bedeutet, dass man für die Erde ist“, stellte er fest und fügte hinzu: „Faith for Earth verkörpert die Erkenntnis der Vereinten Nationen, dass wir den Glauben, die Glaubensgemeinschaften und die Glaubenstraditionen brauchen, um die drängenden Probleme, die unsere gemeinsame Erde bedrohen, wirksam anzugehen. Darüber hinaus ist Faith for Earth Ausdruck einer gegenseitigen Verpflichtung von Glaubensgemeinschaften und den Vereinten Nationen, miteinander zu kommunizieren und zusammenzuarbeiten.“

„Obwohl ich nicht persönlich beauftragt wurde, alle sechs Milliarden Menschen auf der Welt zu vertreten, für die spirituelle Werte eine wichtige Rolle spielen, weiß ich, dass die große Mehrheit von ihnen mir zustimmen würde, dass die Führung des UNEP unsere tiefe Dankbarkeit dafür verdient, dass sie im besten Interesse unserer gemeinsamen Heimat den Schulterschluss mit Glaubensgemeinschaften vollzogen hat. Rückblickend kann man dem UNEP für seinen bemerkenswerten Weg mit den Glaubensgemeinschaften nur applaudieren. Mögen die Erfolge der Vergangenheit uns den Weg für die Zukunft weisen“, so Schirrmacher abschließend.

Das 1972 geschaffene UNEP hat den Auftrag, eine Führungsrolle zu übernehmen und Partnerschaften im Umweltschutz zu fördern, indem es Nationen und Völker dazu inspiriert, informiert und befähigt, ihre Lebensqualität zu verbessern, ohne diejenige künftiger Generationen zu gefährden. Letzte Woche verabschiedete die fünfte UN-Umweltversammlung eine Resolution zur Beendigung der Plastikverschmutzung und zur Ausarbeitung eines internationalen rechtsverbindlichen Abkommens bis 2024, für das sich die WEA und andere religiöse Organisationen eingesetzt haben.

Zur Beteiligung der WEA am UNEP bemerkt Schirrmacher, dass

„im allerersten Kapitel der hebräischen Schriften gesagt wird, dass der Mensch nach dem Bilde Gottes geschaffen wurde und ihm die Verantwortung übertragen wurde, die Schöpfung zu bewahren. Dem Menschen gehört die Schöpfung nicht – sie wurde ihm anvertraut. Daher ist die Bewahrung der Schöpfung für jeden von uns obligatorisch. Unabhängig von unseren Kenntnissen und Erfahrungen sollten wir unsere Fähigkeiten und Kräfte einbringen, um sicherzustellen, dass unser Planet eine lebenswerte, gerechte und friedliche Heimat bleibt.“

Die Erklärung von Thomas Schirrmacher zum 50-jährigen Bestehen der UN-Umweltversammlung: PDF-Download

 

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