Ist jegliche Art von Konfliktlösung in Anlehnung an die Methoden der Gerichtsbarkeit (z. B. Zeugen, Verteidigung, Richter, unabhängige Gutachter, Schlichter, Protokoll) sinnvoll und berechtigt? Viele Christen lehnen es – zumindest in der Theorie ab, vor Gericht zu gehen oder Methoden des Rechtsstaates anzuwenden. Erst recht lehnen sie ab, dass Christen miteinander vor Gericht gehen oder Methoden des Rechtsstaates in christlichen Werken oder Gemeinden anzuwenden.

Ich möchte im folgenden zunächst zeigen, wie selbstverständlich Paulus die Gerichtsbarkeit der damaligen Zeit genutzt hat. Sodann möchte ich anhand von 1. Korinther 6 zeigen, dass Paulus auch eine innergemeindliche Gerichtsbarkeit kennt.

Mit 1. Korinther 6 wird dabei zugleich eines der häufigsten Argumente gegen die Verwendung des Rechts unter Christen besprochen. Neben 1Kor 6 sind es vor allem zwei Aussagen Jesu in der Bergpredigt, die als Argument für die Sicht angeführt werden, ein Christ dürfe nicht vor Gericht gehen. Deswegen sollen sie im Anschluss an 1. Korinther 6 genauer betrachtet werden.

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