Der Präsident des Internationalen Rates der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM/ISHR), Thomas Schirrmacher, hat auf Einladung der Studierendenvereinigung ‚campus connect‘ im Hörsaal XII der Universität Köln einen Vortrag „Menschenhandel – Die Rückkehr der Sklaverei“ gehalten.

Gastvortrag von Thomas Schirrmacher über Menschenhandel in der Universität Köln (Saal) © BQ/Martin Warnecke

Gastvortrag von Thomas Schirrmacher über Menschenhandel in der Universität Köln (Saal) © BQ/Martin Warnecke

Nach Schirrmachers Worten haben „fast alle Länder der Erde harte Gesetze und Strafen gegen Vergewaltigung, Folter und Entführung oder Freiheitsberaubung“. Zwangsprostitution umfasse alle drei Verbrechen, werde aber viel nachlässiger behandelt und milde bestraft. Männern, die die Dienste von ausländischen Prostituierten nutzten, müsste klar sein, „dass sie sich mit großer statistischer Wahrscheinlichkeit an diesen drei Delikten beteiligen“.

Thomas Schirrmacher mit den Organisatoren von campus connect, ganz links, die Verantwortliche, Jocelyne Huetz © BQ/Martin Warnecke

Thomas Schirrmacher mit den Organisatoren von campus connect, ganz links, die Verantwortliche, Jocelyne Huetz © BQ/Martin Warnecke

Er wies mit aufschreckenden Fakten darauf hin, wie weit verbreitet und „normal“ in den westlichen Gesellschaften eine verbrecherische Parallelwelt existiert, in der Tausende junge Frauen – oft auch junge Männer – in sklavischen Verhältnissen gegen ihren Willen „arbeiten“ müssten. Oft müssten sie 20 bis 30 Mal am Tag für alles bereit sein, was sich „Kunden“ wünschen. Viele wurden mit falschen Versprechungen aus dem Ausland gelockt, in inszenierte Schuldenfallen getrieben, bedroht und ausgebeutet. Europa sei das Zentrum dieser Machenschaften, Deutschland ein Hauptdrehkreuz. Es habe die Struktur einer „Industrie“, in der schwindelerregende Summen verdient werden, die von den Mafia-Systemen eingenommen werden – die missbrauchten Frauen sind an diesen Gewinnen so gut wie nicht beteiligt.

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