Der Stellvertretende Generalsekretär der Weltweiten Evangelischen Allianz, Thomas Schirrmacher, hat im Rahmen einer Südafrikareise die Evangelischen Allianzen von Lesotho, Eswatini (Swasiland), Südafrika sowie die entstehende Evangelische Allianz in Mosambik jeweils für einen Tag besucht. Begleitet wurde er von seiner Tochter, der Islamwissenschaftlerin Esther Schirrmacher.

Mosambik

Thomas Schirrmacher mit dem Präsidenten der Assemblies of God in Mozambik, Pastor Luís Manuel (rechts), und Mitarbeiter © BQ/Esther Schirrmacher

Thomas Schirrmacher mit dem Präsidenten der Assemblies of God in Mozambik, Pastor Luís Manuel (rechts), und Mitarbeiter © BQ/Esther Schirrmacher

In Maputo traf er mit Pastor Luís Manuel zusammen. Er ist Hauptpastor der größten evangelikalen Gemeinde in Mosambik, der 2500-köpfigen Assembly of God Gemeinde in Maputo. Außerdem steht er der Denomination der Assemblies of God im Land vor, zu der 1,4 Mio. Gläubige gehören. Er koordiniert zudem die Bemühungen des ‚Evangelical Forum‘, eine Evangelische Allianz im Land zu beginnen.

Schirrmacher informierte sich auch über die Lage nach dem Zyklon Idai und dem Zyklon Kenneth, zwei der stärksten Wirbelstürme, die diese Region Afrikas je trafen. Aus dem Flugzeug von Addias Ababa kommend hatte Schirrmacher die schweren Folgen der Zyklone in Malawi, Simbabwe und Mosambik beobachten können. Das von ihm gegründete Hilfswerk Gebende Hände gGmbH in Bonn hatte nach den Zyklonen mit Helikoptern große Mengen Medikamente und Lebensmittel in 14 abgeschnittene Dörfer einfliegen lassen.

Mitte März fegte der Wirbelsturm Idai mit voller Wucht über Mosambik hinweg. Auch heute müssen immer noch viele Bezirke der 500.000-Einwohner-Stadt Beira ohne Strom auskommen. Zudem haben die Menschen kein frisches Wasser. Die größte Herausforderung derzeit ist die Ausbreitung der Durchfallkrankheit Cholera. Der Zyklon hatte mehr als 500 Tote zur Folge und war damit einer der tödlichsten Wirbelstürme, die je auf der Südhalbkugel der Erde wüteten. Neben großflächigen Stromausfällen kam es zu sintflutartigen Überschwemmungen und gefährlichen Erdrutschen. Schätzungen zufolge haben über 500.000 Menschen ihr Zuhause verloren.

Außerdem informierte sich Schirrmacher über die nur schleppend vorangehende Verbreitung der Bibel im Norden des Landes, die Prof. Dr. Fernando da Silva, stellvertretender Direktor der Kommission für Religionsfreiheit der Weltweiten Evangelischen Allianz, organisiert. Dort haben immer noch viele Pastoren keine eigene Bibel.

Eswatini und Lesotho

In Eswatini traf Schirrmacher mit dem Generalsekretär der Evangelischen Allianz (Swaziland Conference of Churches), Rev. Themnba Ngozo, und mehreren Bischöfen und Leitern von Denominationen zusammen. Vorsitzender der Allianz ist Bischof Stephen Masilela, Bischof der Church of God of Prophecy und Afrikabeauftragter von deren internationaler Leitung.

Thomas Schirrmacher und Esther Schirrmacher (rechts) mit dem Generalsekretär der Evangelischen Allianz von Lesotho, Rev. John Maphephe, und Lisbeth Maqenase Maphephe © BQ/Esther Schirrmacher

Thomas Schirrmacher und Esther Schirrmacher (rechts) mit dem Generalsekretär der Evangelischen Allianz von Lesotho, Rev. John Maphephe, und Lisbeth Maqenase Maphephe © BQ/Esther Schirrmacher

In Lesotho traf er mit dem Generalsekretär der Evangelischen Allianz (Association of Churches of the Evangelical Movement), Rev. John Maphephe, und deren Vorsitzendem, Bischof Dr. G. L. Lejakane, Leiter der Full Gospel Church in Lesotho, zusammen.

In Lesotho und Eswatini wurde eine engere Kooperation zwischen den nationalen Allianzen und der WEA vereinbart, so bei der Friedens- und Versöhnungsarbeit, bei der Bekämpfung von HIV/AIDS und bei der Korruptionsbekämpfung.

Unter anderem ging es in Lesotho und Eswatini auch darum, Besuche beim jeweiligen König und Ministerpräsident vorzubereiten.

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